Gärtnern am Hang

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Gärtnern am Hang

Grundstücke am Hang sind beliebt, denn meist ist die Aussicht traumhaft. Hanggärten sind zwar nicht einfach zu bewirtschaften, haben jedoch auch Vorteile bei der Gestaltung. Mit diesen Tipps gelingt das Gärtnern am Hang ganz einfach.

– Als Stützmaterialien eignen sich Mauern, Palisaden oder unbehauene Natursteine. Steine aus regionalen Quellen fügen sich nicht nur ideal ins Gartenbild ein, sondern sind aus ökologischen Gründen Steinen aus fernen Ländern oder Betonmauern vorzuziehen.

– Naturnah und ökologisch sinnvoll sind Trockenmauern. Diese werden ohne Mörtel gebaut, was Fachwissen erfordert. Trockenmauern müssen immer fachgerecht hinterfangen werden, entweder mit Schotter oder mit Sickerbeton (Bergdruck). Für die Mauerpflanzen sollte man Zwischenräume vorsehen. Ebenso dienen Ritzen als Heimat für Wirbellose und Reptilien.

– Gestufte Stützmauern aus Ortbeton – dieser wird an dem Ort erhärtet, an dem er verbaut wird – geben dem Garten einen modernen Touch und schaffen Platz für Holzterrassen auf verschiedenen Ebenen.

– Beim Gärtnern am Hang wirkt es harmonsich, wenn sich Treppen- und Mauerwerk ineinander verzahnen. Die Hangbefestigung nimmt oft, im Gegensatz zum hier vorgestellten dichtbepflanzten Garten, viel Raum ein und ist gut sichtbar.

– Da auch Starkniederschläge aufgrund des Klimawandels zunehmen, sollte man darauf achten, dass das Wasser nicht nur den Hang hinabläuft, sondern auch in den Boden einsickern kann.

– Gräser vertragen meist Trockenheit, sollten am Hang aber kompakt sein, damit sie nicht umfallen. Dazu zählen etwa Blauschwingel (Festuca glauca), Blaustrahlhafer (Helictotrichon sempervirens) und Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides). Polsterstauden, Nelken wie Pfingstnelke (Dianthus gratianopolitanus) und Federnelke (D. lumarius), Teppich-Phlox (Phlox subulata) oder Teppich-Glockenblume (Campanula portenschlagiana) sind weitere farbenfrohe Hingucker. Es besteht auch die Möglichkeit, mit trockenheitsliebenden Gewächsen wie Thymian (Thymus cherlerioides) die Zwischenräume von Treppenstufen zu bepflanzen.

– Pflanzen mit unterschiedlichen Wurzeltiefen sorgen für Bodenstabilität. Ist mehr Platz da, können auch Ziergehölze gesetzt werden. Je nach Ausrichtung gedeihen in der warmen Hanglage Obst, Beeren und Wein optimal.

– Grundsätzlich sollte man beim Gärtnern am Hang darauf achten, langlebige und pflegeleichte Pflanzen zu setzen, da die Arbeit in Steillage anstrengend und sogar gefährlich sein kann.

– Bei Grundstücken in Hanglage entstehen verschiedene Ebenen mit unterschiedlicher Nutzung, was mit einem anderen Material wie etwa Holz, Kies oder durch die Anlage eines Wasserbeckens unterstrichen werden kann.

– Schliesslich bietet sich ein Hang an, um Spielbereiche für Kinder natürlich zu gestalten, etwa indem der Hang mit einer Rutschbahn optimal genutzt wird.

 

Text: Lioba Schneemann  Bild: Herbert Frei-Schindler

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