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Feinsinnige Schmucklilien

Feinsinnige Schmucklilien

Feinsinnige Schmucklilien

Strahlend blaue Blüten machen die Schmucklilie zur Charakterpflanze des Mittelmeers. Um schön zu blühen, benötigen die Kübelpflanzen nicht viel. Wir haben die wichtigsten Pflegetipps für die feinsinnigen Schmucklilien zusammengestellt.

• Grundsätzlich sollten Agapanthus möglichst selten umgetopft werden. In der Regel blühen sie umso üppiger, je länger sie ungestört wachsen. Ihr Wurzelwerk entwickelt sich mitunter ausserordentlich stark, sodass es im Laufe der Jahre aus dem Topf herauswächst. Erst dann sollten die Pflanzen in ein grösseres Gefäss umgesetzt werden. Nehmen Sie diese Massnahme im Frühjahr vor. Oft ist es unumgänglich, den Topf zu zerstören, um die fleischigen Wurzeln unverletzt zu befreien. Optimal sind daher Holzkübel mit Stahlringen, die sich problemlos abstreifen lassen.

• Zum Umtopfen wird am besten eine strukturstabile Kübelpflanzenerde verwendet. Auch normale Blumenerden eignen sich, sofern diese mit etwas Sand und Lehm sowie einem Langzeitdünger verbessert werden.

• Um Staunässe zu vermeiden, bringt man auf dem Topfboden eine Schicht aus Kies, Blähton oder Lavasplitt ein. Diese Drainage verbessert den Wasserabzug und versorgt die Wurzeln auch im unteren Topfbereich mit Sauerstoff. In stehendem Wasser verfaulen die fleischigen Rhizome rasch. Deshalb müssen die Töpfe Abzugslöcher im Boden haben.

• Ab Mitte April sollten Sie die Pflanzen regelmässig giessen und bis Juli dem Giesswasser einen flüssigen Volldünger hinzufügen. Da die Pflanzen den Sommer über unermüdlich blühen, sind sie für eine gute Nährstoffversorgung dankbar.

• Schädlinge und Krankheiten treten bei Agapanthus selten auf. Selbst Schnecken und Wildkaninchen verschmähen diese Gewächse.

• Zur Frage der Überwinterung gilt: Immergrüne Arten müssen den Winter frostfrei an einem hellen und trockenen Ort verbringen. Optimal ist eine Temperatur zwischen 0 und 7 °C. Höhere Temperaturen können sich negativ auf die Blütenbildung im Folgejahr auswirken. Deutlich weniger frostempfindlich sind jene Arten, die ihre Blätter einziehen. Sie vertragen bis zu –15 °C, vorausgesetzt, die Erde ist trocken. In Töpfen lässt sich das leicht bewerkstelligen. Im Freien ausgepflanzt, benötigen diese Arten hingegen eine dicke Winterabdeckung und einen gut drainierten Boden.

• Um einen stabilen Blattaufbau und kräftige Blütenstiele zu erhalten, sollten Sie die Schmucklilien nach der Überwinterung so früh wie möglich ins Freie bringen, am besten an einem bewölkten Tag, um Sonnenbrand auf den Blättern zu vermeiden. Allerdings müssen die Pflanzen weiterhin vor Spätfrösten geschützt werden. Wer selbst kein geeignetes Winterquartier hat, kann seine Schmucklilien auch in die Obhut einer Gärtnerei geben.

Agapanthus praecox ‘Moonlight Star’

Die straffen Blütenstände dieser immergrünen Sorte werden bis zu 80 cm hoch. Ein dunkelvioletter Mittelstreifen zeichnet ihre aparten, dicht stehenden Einzelblüten aus.

A. caulescens var. angustifolius

Die prallen Knospen dieser laubabwerfenden Art entfalten einen Kosmos aus blauvioletten Blüten, die auf hellgrünen, kräftigen Stängeln bis zu 120 cm hoch über dem Boden schweben.

Agapanthus ‘Camino’

Vor der Entfaltung wirken die Blüten dieser immergrünen Sorte noch relativ blass. Später entwickeln ihre opulenten Dolden einen kräftigen blauvioletten, mediterranen Lavendelton.

Agapanthus ‘Strawberry Ice’

Ein Hauch von Rosa hat sich den ansonsten zarten weissen Blütendolden bemächtigt. Diese immergrüne Sorte blüht überwiegend nur im Sommer und wird nur etwa 60 cm hoch.

Aganpanthus patens

Ihre Blüten stehen dicht zusammen und verströmen einen süssen Duft. Unter den Schmucklilien hat nur diese laubabwerfende, bis zu 150 cm hoch wachsende Art dieses Mittel zur Verführung.

Agapanthus ‘Queen Mum’

Die grossen weissen Blüten dieser Sorte sind am Ansatz zartviolett gefärbt. Das zeichnet diese laubabwerfende Sorte aus – neben einer imposanten Höhe von bis zu 120 cm.

Agapanthus ‘Pino’

Diese kompakte, nur gut 50 cm hoch wachsende Sorte gehört zu den laubabwerfenden Arten. Ihre strahlend himmelblauen Blüten werden von straffen Stielen getragen.

Agapanthus inapertus ‘Nigrescens’

Sie ist eine der dunkelsten Sorten. Zudem neigen sich die tiefvioletten Blütenglöckchen der bis zu 120 cm hohen Pflanze, die im Herbst ihr Laub einzieht, sanft zur Erde.

 

 

 

 

 

 

 

 

Text: Michael Breckwoldt Fotos: Sabrina Rothe

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