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Zistrosen für den Garten

Zistrosen für den Garten

Zistrosen für den Garten

Die sonnigen und farbenfrohen Blüten der Zistrose sind der Inbegriff des Sommers. Mit ihren flauschigen Blättern, den schönen runden Formen und ihrem schnellen Wuchs machen sie sich in Topf und Beet gut. In die Zistrosen für den Garten verliebt man sich ganz schnell.

Voll aufgeblühte Zistrosen ziehen den Blick jedes Pflanzenfans magisch an: Die zarten, wie zerknittert wirkenden Einzelblüten halten meist nur wenige Tage, aber an den Triebenden erscheint laufend neuer Flor. Zistrosen stammen aus den sommertrockenen und heissen Gestaden des gesamten Mittelmeerraumes. Je nach Art wachsen einige von ihnen flächig, also bodendeckend, einzelne können hingegen stattliche 2 m hoch werden. Die Blüten erscheinen je nach Art in grosser Anzahl von Juni bis August, entweder einzeln oder in Büscheln. Deshalb sind Zistrosen für den Garten eine echte Augenweide.

Versuch mit Hybriden

Warum aber findet man diese zauberhaften Kinder des Südens nur selten in heimischen Gärten? Zistrosen galten bis vor gar nicht allzu langer Zeit als nicht oder nicht ausreichend winterhart. Zu den Ausnahmen zählen die beiden flächig wachsenden Kleinsträucher Cistus salviifolius und C. populifolius sowie C. laurifolius, der auch bei uns zu einem grösseren Strauch heranwächst. Aber dank des Klimawandels sind inzwischen weitere Arten und auch Hybriden einen Versuch wert, insbesondere, wenn diese in wintermilden Gegenden wie der Westschweiz, dem Tessin und im Oberrheingraben gepflanzt werden.

Staunässe vermeiden

Der Idealstandort wäre an einer vollsonnigen, südseitig gelegenen Mauer oder Hauswand zu finden, wo die Wärme des Tages gespeichert wird und es nicht allzu windig ist. Ein paar wichtige Punkte sind für ein gutes Gedeihen unerlässlich. Bei der Gartenkultur sollte auf eine überwiegend mineralische Komponente des Bodens geachtet werden. Für Zistrosen bedeutet Staunässe reinstes Gift, daher sollte unbedingt für einen guten Wasserabzug gesorgt werden. Lehmiger Boden ist von Vorteil, wenn dieser vor der Pflanzung mit Schotter und Sand durchmischt wird. Mit Kompost sollte man hingegen nur sehr sparsam umgehen.

Feuchte Winter

Die Überwinterung von Zistrosen ist einfach, jedoch sind auch hier ein paar wichtige Punkte zu beachten. Die Idealtemperatur liegt von frostfrei bis maximal 7 °C. Entgegen der Annahme, dass Zistrosen trocken überwintert werden sollten, muss man sich vor Augen halten, dass die Winter am Mittelmeer eher feuchter Natur sind. Man orientiere sich am Rosmarin, der bei zu trockener Überwinterung seine nadeligen Blätter fallen lässt. Die Zistrosen zeigen uns ihren Wasserbedarf deutlich, da bei zu trockener Kultur ihre Blätter einschrumpeln. Sie sind deswegen nicht gleich zum Tode verurteilt.

 

 

 

Das sind die schönsten Zistrosen für den Garten:
Cistus ‘Betty Taudevin’

Rötlich-violette Blüten mit einem kräftig ausgeprägten kastanienbraunen Fleck zeichnen diese Sorte aus, die fast 1 m hoch wird. Die Blätter sind schmal, leicht klebrig und mattgraugrün.

Cistus × dansereaui ‘Jenkyn Place’

Diese blühfreudige Sorte kann beachtliche Ausmasse erreichen. Sie fällt durch ihre weissen Blüten mit tiefweinroten Basalflecken auf. Auch die Nachblüte ist bemerkenswert.

Cistus × ledon

Diese rund 1 m hohe Hybride besitzt elegant gewellte Blätter, was ihr eine grosse Anmut verleiht. Die cremeweissen Blüten bergen eine Kugel goldgelber Staubgefässe in der Mitte.

Cistus creticus

Die Kretische Zistrose besitzt einen dichten Wuchs mit eng angeordneten Blättern. Sie krönt sich mit pinkem, offenem Flor – die zarten, zerknitterten Blütenblätter erinnern an feines Seidenpapier.

Cistus crispus

Die Krause Zistrose wird rund 50 cm hoch und hat deutlich gewellte Blätter, die aromatisch nach Rosmarin und Vanille duften. Ab Mai zeigen sich viele rosa Blüten, die Insekten anlocken.

Cistus ‘Christopher Gable’

Die langblühende Hybride zeichnet sich durch reinweisse Blüten aus. Es ist die kleinblumigste Sorte mit Basalflecken. Der sparrige Wuchs wird durch Entspitzen der Triebe kompakt gehalten.

Cistus × skanbergii

Klein, aber oho ist diese rosafarbene Kreuzung. Was die kleinen Blüten mit etwa 3 cm Ø nicht an Grösse in die Waagschale werfen, machen sie durch ihre Vielzahl wett.

Cistus ‘Brilliancy’

Die Sorte zeigt leuchtende magentafarbene Blüten mit markanten dunkelroten Flecken. Sie entwickelt von Juni bis Juli einen reichen Flor – ihr Nektar ist bei Insekten überaus beliebt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Text: Christian Kreß   Fotos: Rachele Z. Cecchini

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