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Terrasse mit Pflanzen gestalten

Terrasse mit Pflanzen gestalten

Terrasse mit Pflanzen gestalten

Als Floristin ist Anita Schär Liechti ein Profi, wenn es um Gestaltungsfragen geht. Dem «Schweizer Garten» verrät sie ihre besten Tipps und Tricks, um die Terrasse mit Pflanzen harmonisch zu gestalten.

Wir kennen sie alle: die Balkone, auf denen einsam und verlassen zwei weisse Plastikstühle neben einem runden Tischchen stehen. Dabei kann man die Terrasse mit Pflanzen und etwas Geschick wunderbar gestalten. Für Atmosphäre sorgt etwa das Zusammenspiel von Blattschmuck- und Blühpflanzen. So bringen Farne und Funkien sattes Grün in die Töpfe, während an einem sonnigen Platz Glockenblumen oder im Schatten Fingerhut dezente Farbakzente setzen.

Rost und rotes Laub

Die Bepflanzung sollte natürlich und nicht zu aufgeregt wirken. Mit verschiedenen Blattformen erreicht man harmonische Kompositionen – gerade auch, wenn der Platz auf der Terrasse oder dem Balkon begrenzt ist. Ausserdem machen Blattschmuckstauden oft über einen längeren Zeitraum etwas her als Blühstauden, die manchmal nur ein kurzes buntes Feuerwerk zünden. «Ich bin ein Fan von verschiedenen Blattformen und Blattfarben», erklärt Anita Schär Liechti. Die Floristin liebt Ziergräser, weil sie der Bepflanzung mit ihren im Wind wiegenden Ähren Dynamik verleihen und den Blick in die Höhe richten. In Töpfen machen sich auch Lavendel und Rosmarin gut. «Sie bleiben über Jahre auch im Topf schön und kommen mit wenig Wasser aus.» Dazu passen Accessoires mit rostigem Stahl – auch als perfekte Beigabe zu rotlaubigen Pflanzen.

Individuelle Accessoires

Die meisten Übertöpfe in Anitas Schaugarten sind grau oder silbermetallic, nebst wenigen Terracottatöpfen. «Ich mag Materialien wie Sand, Stein, Beton, Holz oder Rost. Das ergibt eine Farbpalette in sanften Naturtönen und sorgt für optische Ruhe.» Naturtöne passen auch bestens zu modernen Terrassen und Balkonen, findet die Fachfrau. Sie holt sich ihre Inspirationen aus diversen Schaufenstern, Kunstausstellungen und Magazinen. «Die Materialien findet man überall, sei es im Brockenhaus oder wenn man am Abend vor der Sperrgutabfuhr durchs Dorf läuft.»

Frage der Übung

Für stimmige Arrangements braucht es ein gutes Auge und auch etwas Übung. Dennoch sollte man sich nicht unnötig stressen. «Man kann ganz ohne Druck ausprobieren, bis es passt. Manchmal sieht es halt nicht so schön aus wie im Magazin, dann braucht es noch etwas dazu, oder es liegt am Standort», weiss die erfahrene Gestalterin. Sie rät dazu, einen gestalterischen Mittelpunkt zu wählen. Je kleiner die Fläche, desto graziler sollten die Möbel sein, damit nicht alles vollgestellt ist. Ein letzter, aber nicht unbedeutender Punkt: Die Terrasse oder der Balkon müss auch vom Hausinnern aus gut funktionieren. Wenn man durchs Fenster schaut, sollte man ein schönes Bild vor Augen haben.

 

Text: Stefanie Stäuble Foto: Emanuel Stotzer

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2 Comments
  • Zwei weiße Plastikstühle neben einem runden Tischchen – ja, da muss ich mich wohl schuldig bekennen. Ich war genau so eine, zumindest bis vor Kurzem! Das Thema ‹Terrasse und Garten› habe ich so lange vor mich hingeschoben, aber dann habe ich mich zusammengerissen, Werkzeuge gekauft und die Terrasse DIY-mäßig richtig renoviert. Ein neuer, schicker Boden, neue Möbel und jetzt kommen noch die Pflanzen. Schon mal schöne Tipps hier. Ich werde mir jetzt ein paar Moodboards machen, um die ’stimmigen Arrangements› hinzubekommen. Lavendel gefällt mir sehr gut, das passt zu meinen Möbeln. Aber ich brauche definitiv pflegeleichte Arrangements. Also ab in die Magazine und mich mal erkundigen. Danke für die Motivation!

    6. März 2024 at 14:58

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