Raffinesse im Schatten

Raffinesse im Schatten

Die eleganten Blattstars aus Asien verdrehen den Gärtnern schnell den Kopf. Mit der Vielfalt ihres Laubs sind Funkien eine echte Bereicherung für schattige Stellen oder Topfgärten.

Von Zwergen bis zu wahren Riesen ist bei Funkien (Hosta) alles vertreten, sodass für jeden Garten etwas dabei ist, wenn ein schattiges Plätzchen vorhanden ist. Sie sind ideale Bodendecker unter tiefwurzelnden Bäumen, passen aber auch gut an den Teichrand, in Waldgärten und in gemischte oder krautige Rabatten.

Zierliche Zwerge
Die Schönheit kleiner Sorten lässt sich am besten geniessen, wenn man sie in Töpfen auf Anrichten, Tischen und in Regalen präsentiert. Allerliebst und an Mausohren erinnernd ist die Sorte ‘Blue Mouse Ears’ mit blauem Laub und lavendelfarbenen Blüten. Die Mausohren gibt es auch in einer grünen Version. Hosta x tardiana ‘Blue Moon’ hat ebenfalls rundliches Laub, aber weisse Blüten. H. capitata bildet ei- bis herzförmige Blätter mit gekräuseltem Rand und purpurnen Blüten. Diese Sorte remontiert – einmal eingewachsen – sogar manchmal. ‘Cherub’ hat blaugrünes Laub mit cremefarbenem Rand und lavendel­blaue Blüten. Sehr wüchsig ist ‘Dragon Tails’ mit auffällig gewellten, gelben Blättern. Die ebenfalls gelbe Sorte ‘Early Sunrise’ zählt mit 25 cm Höhe zu den grösseren Zwergen.

Mittelgrosse Sorten
Zu den empfehlenswerten Hosta-Sorten gehören etwa die blaulaubige ‘Halcyon’ und die duftende ‘Fragrant Bouquet’. ‘Pied­mont Gold’, ‘August Moon’ und ‘Hydon Sunset’ erfreuen mit spritzigem gelbgrünem Laub. Panaschierte Sorten tragen dazu bei, schattige Partien aufzuhellen. Bewährt haben sich H. undulata ‘Albomarginata’, ‘Shade Fanfare’ und H. montana ‘Aureomarginata’. Damit die Gestaltung nicht zu unruhig wird, sollte man nur wenige panaschierte Sorten einstreuen und die Farben auf die Begleitstauden und -sträucher abstimmen.

Hegen und pflegen
Funkien sind vollkommen frosthart und gedeihen gut in fruchtbarer, feuchter und durchlässiger Erde an windgeschützten Orten im Halbschatten oder Schatten, wobei im vollen Schatten meist weniger Blüten gebildet werden. Gelblaubige Funkien entwickeln eine schönere Färbung an sonnigeren Standorten. Starke Mittagssonne ist jedoch zu vermeiden. Da die Pflanzen keine längere Trockenheit vertragen, sollten sie alljährlich im Frühling gemulcht werden. Sie sind wenig anfällig für Probleme und Krankheiten, ihr ärgster Feind sind die Schnecken. Topfpflanzen werden manchmal vom Gefurchten Dickmaulrüssler befallen und ab und zu können Virusinfektionen auftreten. Für eine sortenreine Vermehrung teilt man die Pflanzen im Spätsommer oder im Frühjahr. Mittlerweile gibt es reizende Zwergformen, die sich gut für die Topfkultur anbieten. Auf schneckengeplagten Grundstücken ist diese sowieso sinnvoller, da man sich so makellose Blätter sichert.

Text & Bild: Annette Lepple

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