Heuschrecken im Garten

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Heuschrecken im Garten

Heuschrecken und ihre Musik gehören zum Sommer wie Hitze und Trockenheit. Wir haben gute Tipps, wie sich Grillen und Heuschrecken im Garten wohlfühlen.

Von über 100 heimischen Heuschreckenarten (Orthopteren) hat jede ihren artspezifischen Gesang – man stelle sich einmal das Konzert bei weltweit 20 000 Arten vor. So wie die Hitze und der Duft von Heu gehören auch die musikalischen «Heugümper» zum Sommergefühl. Heuschrecken im Garten können weitaus mehr als Zirpen. Sie erstaunen mit ihren Spring-, Flug- und Grabkünsten sowie mit ihrer Farben- und Formenvielfalt und sind im Nahrungskreislauf eine wichtige, proteinreiche Nahrungsquelle.

Kämpfen ums Überleben

Doch es wird immer stiller in Wiesen und Hecken: Rund 40 % aller heimischen Heuschreckenarten sind auf der Roten Liste aufgeführt. Mit ihnen schwindet auch eine Nahrungsgrundlage für zahlreiche Vögel – etwa den bedrohten Gartenrotschwanz –, für Spinnen und Reptilien. Im Siedlungsgebiet finden Heuschrecken zwar noch einige Kleinlebensräume, etwa auf Industriebrachen, Güterbahnhöfen, Schotterplätzen und Ruderalflächen. Parks, Gärten und Flachdächer sind für seltene Arten als Lebensraum zwar wenig relevant, doch dienen sie als «Fussgängerstreifen» zum Erreichen neuer Lebensräume. So können Heuschrecken im Garten gefördert werden:

 

  • Offene Stellen belassen und regelmässig neue Offenflächen durch Abtragung des Oberbodens schaffen.
  • Für magere Böden sorgen: kein Humus, sondern mineralisches Substrat, Kies- oder Sandflächen in unterschiedlichen Korngrössen.
  • Kies- und Sandflächen anlegen.
  • Pflanzen nur abschnittsweise pflegen, immer einen Teil stehen lassen.
  • Wildblumenwiesen nur lückig säen, nicht düngen und erst mähen, wenn die Blüte vorbei ist (maximal 2 Schnitte pro Jahr).
  • Zwischenflächen zulassen: z.B. Wiesen gar nicht schneiden, nur «entbuschen» (Jungbäume, Sträucher, Brombeeren usw. entfernen). Altgras und Kräutersäume auch im Winter stehen lassen.
  • Flachdächer: mineralisches Substrat, Rundkies, Sand ausbringen.
  • Keine Pestizide einsetzen.
  • Bevorzugt heimische Wildpflanzen und Bio-Saatgut verwenden.

 

 

Text: Eva Rosenfelder   Foto: André Rey

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