Miniteich im Garten

Miniteich im Garten

Die meisten Gärten sind zu klein für einen grossformatigen Naturweiher. Doch welche Teich-Ambitionen lassen sich von fehlendem Platz schon bremsen? Wir zeigen, wie es geht.

Material für einen Miniteich:

  • Mörtelwanne (L 79 × B 46 × H 31 cm)
  • 1 Eimer Sand
  • 1 Eimer Kieselsteine
  • Bollensteine
  • Wasserpflanzenerde
  • 3 bis 4 kleinwüchsige Wasserpflanzen für die verschiedenen Uferzonen, z. B. Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris), Zwerg-Rohrkolben (Typha minima), Zwergbinse (Juncus ensifolius) oder Herzförmiges Hechtkraut (Pontederia cordata)
  • Natürliche Materialen wie Wurzelstock, Totholz, Laub, Moos
  • Schaufel, Spaten, Wasserwaage

Und so geht’s:

1. Schritt

Den bestehenden Bewuchs ausgraben – Pflanzen, die wir später wieder einsetzen möchten, «parken» wir derweil in einem mit Wasser gefüllten Zinkeimer. Wurzelunkräuter wie Giersch entfernen. Platz-Check: Gefällt der Ort, wo der Miniteich von jetzt an liegen wird? Falls nein, ist jetzt die letzte Gelegenheit für einen Standortwechsel. Das Loch sollte etwas grösser sein als der Teichbehälter, sodass seitlich noch Platz für die Sand-Pufferung ist. Das alles ist recht schweisstreibend und selbst bei diesem winzigen Loch eine mehrstündige Arbeit. Tiefe messen: Die Mörtelwanne hat eine Höhe von 31 cm. Zwischen Wanne und Untergrund sollte eine ca. 2 cm tiefe Sandschicht kommen. Ergo: 33 cm tief buddeln. Die Wanne muss zum Schluss unbedingt zu allen Seiten im Lot sein.

2. Schritt

Endlich ist das Loch tief genug. Damit kein Erdreich über den Wannenrand hineinrieselt, sollten die Aussenränder über dem Erdreich liegen. Sand einfüllen und gleichmässig verteilen. Lieber öfter als zu selten messen, ob alles schön gerade ist. Jetzt ist der letzte Moment, an dem nachgebessert und eine Handvoll Sand zum Ausgleich hinzugegeben werden kann. Schliesslich findet die Wanne ihren Platz. Nun können die noch offenen Stellen zwischen Wannenseiten und Erdreich mit Sand aufgefüllt werden.

3. Schritt

Mit den Bollensteinen werden die unterschiedlichen Wasserniveaus geformt. Dabei darauf achten, dass es Ausstiegsmöglichkeiten für Tiere gibt. Zuunterst in die Wanne kommen eine Schicht Sand und etwas Kies – dieser sollte zuvor gut abgewaschen werden, sodass er schön sauber ist. Ein halb verrotteter Stamm gliedert den Miniteich nach hinten. Das darunter verteilte Moos (aus dem Rasen) soll dereinst ein Winterbett für Amphibien werden. Abgedeckt wird es mit einem halbrunden Firstziegel. Die Wasserpflanzen kommen in spezielle Teichtöpfe. In diese wird zuunterst eine Schicht Kies eingefügt, damit der Behälter nicht auftreibt. Teicherde einfüllen und zuoberst eine letzte Kiesschicht auslegen. Dann kommt der Behälter an seinen Bestimmungsort in die Mörtelwanne. Jetzt kann der Aussenbereich fertig gestaltet werden: Kies- und Bollensteine auf der unteren Seite des Miniweihers – Holz, Laub, Moos und weitere Bollensteine auf der oberen Seite. So entstehen unzählige Versteckmöglichkeiten für Unken und andere Kleintiere. Für den Miniteich verwendet man am besten Regenwasser aus der Tonne. Zuletzt setzen wir die «zwischengeparkten» Pflanzen wieder ins umgebende Erdreich – und der Miniteich ist fertig.

Text & Bilder: Judith Supper

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2 Kommentare
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2 Kommentare
  • Jael Bertschinger
    Antworten

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Mit Interesse habe ich den Beitrag zum „Miniteich im Garten“ gelesen, denn schon lange träume ich von so einem…Diesen Sommer habe ich von den Tigermücken gelesen, die in Zürich Einzug gehalten haben und man demnach keine stehenden Gewässer im Garten haben sollte. Dies hindert mich nun, an die Realisierung eines solch hübschen Teichs zu denken. Können Sie mir einen Rat geben. wie ich das stehende Gewässer des Teichs einfach ändern könnte? Würde ein kleiner Springbrunnen das Problem lösen? Falls ja, welche einfache und günstige Möglichkeit würden Sie empfehlen?
    Besten Dank für Ihre Antwort und freundliche Grüsse, Jael Bertschinger

    23. August 2019 at 13:40

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