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Gute Nachbarschaft mit Wespen

Gute Nachbarschaft mit Wespen

Gute Nachbarschaft mit Wespen

Nur zwei Wespenarten in der Schweiz sind «gluschtig» auf unser Picknick. Doch selbst mit ihnen ist gutes Einvernehmen möglich. Das ist wichtiger denn je, weil auch Bestäuber wie Wespen und Hornissen immer stärker gefährdet sind. Wir zeigen, wie eine gute Nachbarschaft mit Wespen funktioniert.

Wussten Sie, dass auch Wespen und Hornissen wertvolle Bestäuber unserer Wild- und Kulturpflanzen sind? Wespen helfen beim Abbau organischer Substanzen, ziehen ihre Brut mit Fliegen, Mücken, Raupen, Spinnen, Blattläusen oder Heuschrecken auf und dienen selber als Futterquelle für diverse Vogelarten oder Säugetiere wie Dachse. Sie sind also Teil des ökologischen Gleichgewichts. Manche Gärtnerinnen und Gärtner hängen gar gezielt Wespennester in die Bäume, damit das Obst vor anderen hungrigen Insekten geschützt ist und die Ernte reicher ausfällt. In der Schweiz – anders als in Deutschland – stehen Wespen noch nicht unter Naturschutz. Doch sind sie mehr als schützenswert, zumal einzelne Arten wie die Mittlere Wespe bereits auf der Liste der bedrohten Arten zu finden sind. Eine gute Nachbarschaft mit Wespen ist deshalb wichtig.

 

Tipps für eine gute Nachbarschaft mit Wespen:

– Insektenschutznetze verhindern, dass die Wespen in die Wohnung gelangen.
– Kinderwagen mit Moskitonetzen bedecken.
– Offene Getränke und Speisen erst kurz vor dem Essen auf den Tisch stellen und gut abdecken.
– Mit Wasser aus einer sauberen Sprühflasche anspritzen: Die Wespen halten dies für Regen und ziehen sich in ihr Nest zurück. Niemals das Nest ansprühen!
– Nicht anblasen – CO2 ist ein Alarmzeichen, das zum Angriff motiviert.
– Hände und Mund nach dem Essen gut reinigen, vor allem bei Kindern.
– Fallobst aus dem Garten entfernen.
– Abfallbehälter schliessen.
– Bei Wespen- und Hornissennestern 3 bis 4 m Abstand halten und hektische Bewegungen vermeiden, niemals um sich schlagen.
– Wespen meiden Lavendel, Pfefferminzöl oder Zitrone.
– Möchte man Wespen loswerden, kann man frisches Kaffeepulver in einer Schale anzünden. Der Rauch vertreibt sie.
– Keine Wespenfallen mit süssem Saft etc. befüllen – das ist Tierquälerei.
– Kann ein Nest nicht an seinem Ort bleiben, ziehen Sie für die Umsiedlung eine Fachperson bei.

 

Text: Eva Rosenfelder Foto: Imkerei Hablützel/Wolfgang Korazija

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