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Ein Hausbaum für den Garten

Ein Hausbaum für den Garten

Ein Hausbaum für den Garten

Starke Bäume faszinieren und erfreuen uns täglich – so wunderschöne Lebewesen verdienen in jedem Garten einen Platz. Ein Hausbaum für den Garten spendet Schatten im heissen Sommer, erfrischt und kühlt die Luft, blüht und duftet – alles in eine attraktive Form verpackt.

Heutzutage ist das eigene Zuhause als sicherer Hafen so wichtig wie kaum je zuvor. Wir fühlen uns wohl in den eigenen vier Wänden – aber es zieht uns auch nach draussen, ins Grüne, unter den freien Himmel. Und da gehören Bäume einfach dazu. Dank dem Konzept der Solitäre kann ein Hausbaum für den Garten auch an Plätze mit begrenzter Fläche gepflanzt werden. Denn unter einem Solitär versteht man nicht unbedingt einen sehr grossen, sondern einen einzigartigen, gereiften Baum. Natürlich ist jede Pflanze ein Individuum. Doch Solitäre stechen deutlich aus der Menge hervor und überzeugen mit ihren Qualitäten. Wuchsformen, Eigenheiten und Ansprüche einer Pflanze machen wir uns zunutze, damit sie nicht nur im Garten, sondern auch in grossen Gefässen auf ­Balkon oder Terrasse eine grossartige Figur machen.

Das Zeug zum Star

Wie sieht ein Solitärbaum aus? Erstens sollte er von Natur aus gewisse Merkmale aufweisen, mit denen er die Blicke auf sich zieht: eine dekorative Rinde, schöne Stammform, bunte Herbstfärbung, attraktive Blüten – am besten natürlich alles zusammen. Manche Pflanzenarten liefern dieses Paket, manche nicht. Die Zieraspekte sind aber nur eine Seite der Medaille. Das gute Aussehen ist nur dann ein Mehrwert, wenn ein Hausbaum für den Garten auch robust ist. Gerade der Klimawandel fordert eine besonders sorgfältige Auslese, bietet aber auch viele Möglichkeiten. Der anschliessende Schritt vom schönen Baum zum echten Solitär dauert Jahre, je nach Wuchsgeschwindigkeit auch mal Jahrzehnte. In dieser Entstehungszeit ist der richtige Schnitt besonders wichtig. Meist entfernen wir zuerst die untersten Zweige. Das hebt den Baum optisch sofort von seiner Umgebung ab und lässt Bepflanzungen oder andere ­Zierelemente zu, die sonst unter seinen Ästen verborgen bleiben würden. Ausserdem kommt so der Stamm zur Geltung, denn ihn wollen wir sichtbar machen.

Naturbelassene Gestalt

Je nachdem, bis auf welche Höhe die Äste weggeschnitten werden, wird Raum für Liegestühle oder Tische geschaffen – praktischer Nutzen und natürliche Schönheit werden so in Einklang gebracht. Weiter oben, in der Baumkrone, wird von Pflanze zu Pflanze entschieden, was sinnvoll ist. Durch einen regelmässigen Schnitt entstehen etwa sehr dichte Kronen, Bonsaiformen mit eleganten Kissen oder – mittlerweile immer gefragter – eine naturbelassene Gestalt, die nur etwas im Zaum gehalten wird. Damit bewahren wir die typische Form eines Baums und können ihn trotzdem in Gärten aller Grössen einsetzen.

Einzigartige Lebensqualität

Mit Solitärbäumen wird schlussendlich das Ziel verfolgt, viel Lebenswert und viel Baum auf begrenztem Raum erlebbar zu machen. In unserer vernetzten, schnell­lebigen Welt bewahren wir uns so die Möglichkeit, für kurze Zeit innezuhalten und wieder zur Ruhe zu kommen. Unsere Kinder klettern in den Hainbuchen herum und erfahren die Herzhaftigkeit wunderschöner Solitärbäume. Die schlanke Birke, die mächtige Föhre, der quirlige Ahorn – für jeden Menschen findet sich der passende Baum. Und so etabliert sich der Solitärbaum bald zum Familienmitglied. Weil die Pflanzenwelt einen schier unerschöpflichen Artenreichtum bietet, werden uns, auch angesichts moderner Herausforderungen, die Möglichkeiten kaum ausgehen.

Ausbruch aus Uniformität

Gemäss dem Leitsatz «Weniger ist mehr» soll ein Solitär nicht möglichst buschig, sondern möglichst definiert daherkommen. Lebt er von seiner Form? Müssen Äste gebunden oder formiert werden? Was macht sein Wesen aus? Ein junger Solitär ist wie ein Fussballtalent: Um es zu erkennen, braucht es ein geübtes Auge und um es zur Meisterschaft zu bringen, Jahre des Trainings. Bei Solitärbäumen sind aber oft diejenigen Kandidaten die vielversprechendsten, die aus dem gewohnten Muster fallen. Es ist erfrischend zu sehen, wie sehr die Standardisierung – auf die in so vielen Bereichen unseres Lebens bewusst hingearbeitet wird – dem Menschen manchmal auch langweilig wird. Wie gerade der Ausbruch aus dieser Uniformität so viel Freude bereitet. Solitärbäume transportieren diese Gefühle in Ihr Zuhause. Wer in seinem Garten also das wirklich Besondere sucht, lässt sich vom spannendsten aller Bäume begeistern – einem persönlichen Solitär.

 

 

Text: Simon Rösti, Patrick Daepp Foto: Bettina Haefliger Photography

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