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Diese Pflanzen sind bei Schnecken unbeliebt

Diese Pflanzen sind bei Schnecken unbeliebt

Diese Pflanzen sind bei Schnecken unbeliebt

Sie schleimen sich durch unsere Gärten und naschen ungeniert an zarten Blättchen und süssen Früchten. Doch Schnecken sind Feinschmecker und verzehren nicht jedes Grün. Diese Pflanzen sind bei Schnecken unbeliebt.

Der Blick in den frisch bepflanzten Gemüse-garten kann manchmal frustrierend sein. Etwa dann, wenn über Nacht die Nacktschnecken am jungen Gemüse genascht haben. Schade um all die Mühe, die Setzlinge heranzuziehen, wenn nur noch ein blätterloser Sprossstrunk über dem mit Schleimspuren bedeckten Boden ersichtlich ist. Doch das zarte Grün des Kopfsalats mundet auch den Schnecken hervorragend, und so wird aus dem lahmen Kriecher plötzlich ein aktiver Gourmet. Giftige Inhaltsstoffe und Blätter mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen – diese Pflanzen sind bei Schnecken unbeliebt.

Nein, danke

Auch Kräuter und Stauden mit Bitterstoffen oder schwer verdaulichen Inhaltsstoffen mögen die Kriecher nicht. Schnecken essen mit ihrer Raspelzunge – verständlicherweise funktioniert dies bei haarigen, ledrigen oder mit Brennhaaren versehenen Blättern weniger gut. Auch Dornen und Stacheln verzehren sie nicht. Theoretisch könnte deshalb eine arten-reich bepflanzte Rabatte mit eben jenen Kräutern den Gemüse-Innenbereich schützen. Die stark duftenden Pflanzen überdecken den Gemüseduft und locken Schnecken gar nicht erst an. Bestens eignen sich hierfür Bohnen-kraut, Beinwell, Borretsch, Dost, Kamille, Lavendel, Rosmarin, Thymian, Estragon oder Minze. Auch Stauden wie Frauenmantel, Stor-chenschnabel, Nelken, Rosen, Hortensien, Euphorbia, Fetthenne, Astilben, Bergenien und Geranien lassen Schnecken links liegen.

Duftende Beetumrandung

Um Pflanzen, die Toxine enthalten, beispielsweise Fingerhut (Digitalis), Wolfsmilch (Euphorbia) und Kapuzinerkresse (Treopaeolum) machen Schnecken ebenfalls einen Bogen. Während Kopfsalat zu den Leibspeisen der Schne-cken gehört, gibt es einige Salatarten, die Schnecken nicht schmecken. Mit ihren hohen Anteilen an Bitterstoffen gehören Chicoree, Endivien, Feldsalat, Rucola, Zuckerhut und rotblättriger Salat, Spinat wie auch Fenchel – alle aus dem Setzlingsstadium herausgewachsen – eher nicht auf dem Speiseplan der Kriecher. Auch andere Exemplare im Gemüsegarten wie Rhabarber, Mangold, Zwiebeln, Knoblauch und Tomatenblätter lassen sie ste-hen. Deshalb eignen sich auch diese Pflanzen bestens als Beetumrandung.

Abwehrender Sprühduft

Einige dieser Pflanzen lassen sich deshalb auch zur Abwehr gegen die gefrässigen Gartenmitbewohner einsetzen. Ausgebrochene Geiztriebe der Tomatenpflanzen können gut kalt angesetzt als Jauche über Gemüsekulturen ausgebracht werden. Genauso hält der Auszug von Schafgarbe durch seinen intensiven Duft hungrige Schnecken ab. Gegen einen starken Schneckenbefall am Komposthaufen hilft eine Spritzung mit Pflanzenextrakten aus Farnkraut oder Lebermoos – auch diese Pflanzen mögen Schnecken überhaupt nicht. Schnecken werden bekannterweise von Bierduft angezogen – deshalb sollten leere Flaschen möglichst rasch entsorgt und nicht auf der Terrasse deponiert werden. Das Aufstellen von Bierfallen, also im Boden eigegrabene und mit Bier gefüllte Becher, lohnt sich deshalb nicht: Zwar verenden viele Schnecken darin, aufgrund des Biergeruchs werden jedoch weitere Artgenossen angezogen.

Vielfalt fördern

Ein Garten mit genügend Biodiversität, vielen Schlupfwinkeln für Insekten und Kleinstlebewesen lockt natürliche Fressfeinde von Schnecken an. Igel und Vögel halten das Gleichgewicht im Garten, und wo viele Regenwürmer leben, sind auch Schnecken weniger vorhanden. Denn im gesunden Boden sind die Pflanzen besser mit Abwehrkräften gerüstet und wachsen entsprechend stärker. Wichtig ist zu-dem, während der Vegetationsperiode möglichst morgens und vor allem gezielt zu giessen; so trocknen Pflanzen und Boden bis am Abend wieder ab. Mulch sollte man erst an-trocknen lassen, bevor die Schicht auf dem Beet verteilt wird – die Gefahr von Schimmelpilzen, zuviel Feuchtigkeit und Unterschlupfmöglichkeiten wird dadurch verringert.

 

 

Text: Ruth Schläppi    Foto: Andermatt Biogarten

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