Bunte wilde Bande

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Bunte wilde Bande

Möchte man im Garten an trockenen, kalk- und lehmhaltigen bis sandigen Standorten einheimische Pflanzen ansiedeln, so bieten sich viele Arten mit attraktiven Blüten an. Die bunte wilde Bande erhöht die Biodiversität im Garten.

Bei vielen Heissblütern, die einen trockenen, warmen Standort bevorzugen, muss dieser nicht auch noch stickstoffarm sein. Hier fällt ein Abmagern des Bodens, wie es beim Anlegen einer Magerwiese der Fall ist, weg. Um zu prüfen, welche Pflanzen sich eignen, macht man sich am besten zwischen April und Juli zu einem Spaziergang auf. Dann ist die Zeit, in der die meisten Wildblumen blühen, damit sich bis zum Herbst Samen bilden können. Entlang von Feldwegen, Böschungen, Bahndämmen, Geröllhalden oder in Kiesgruben gibt es viel zu entdecken, das sich gut für den vorbereiteten Standort im Garten eignet. Doch halt – ausgegraben wird nichts! Dies würden die Pflanzen während der Blüte kaum überstehen, zudem sind etwa Diptam, Kuhschelle oder Graslilie teilweise oder ganz geschützt. Daher geht’s im Anschluss im Fachhandel in die Wildpflanzenabteilung oder noch besser in eine Wildpflanzengärtnerei. Hier finden Sie nebst einer grossen Auswahl auch eine hilfreiche Beratung.

Höhenstaffelung erwünscht

Eine bunte wilde Bande für sehr sonnige, ebene Standorte ist die Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus), die wie ihr Name schon sagt, am Wegrand in Gesellschaft von Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium), einjährigem Klatschmohn (Papaver rhoeas) oder Gewöhnlichem Beifuss (Artemisia vulgaris) gedeiht. Etwa gleich hoch wird Leinkraut (Linaria vulgaris), Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum), Natternkopf (Echium vulgare), Ästige Graslilie (Anthericum ramosum) oder Berg-Kronwicke (Coronilla coronata). Eher polsterartig und daher gut für heisse Böschungen geeignet sind die im April blühende Gemeine Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris), ab Mai die Dornige Hauhechel (Ononis spinosa), Gemeine Kugelblume (Globularia bisnagarica) und die Alpen- Aster (Aster alpinus), die bis zum September blüht. Nur etwa 30 cm Höhe erreichen die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) und das Orangerote Habichtskraut (Hieracium aurantiacum). Daher sind auch sie gut für Böschungen geeignet – da ausläuferbildend, kann Letzteres auch mal lästig werden.

Von der hohen Warte aus

Hingegen können Malvenarten wie das «Chäslichrut» (Malva sylvestris), die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), die Rundköpfige und die Hohe Kugeldistel (Echinops sphaerocephalus, E. ritro) sowie Nachtkerze (Oenothera biennis), Diptam (Dictamnus albus), Wilde Karde (Dipsacus fullonum) oder Dunkle Königskerze (Verbascum nigrum) gerne eine Höhe von 1 m und mehr erreichen. Als Hintergrundbepflanzung eignet sich Liguster (Ligustrum vulgare), der in milden Lagen immergrün ist. Essbare Früchte liefern Bibernell-Rose (Rosa spinosissima) und Alpen-Hagrose (R. pendulina) oder Sanddorn (Hippophae rhamnoides).

 

Text & Bild: Brigitt Buser

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