Verrückt nach Zimmerpflanzen

Verrückt nach Zimmerpflanzen

Verrückt nach Zimmerpflanzen

Im Luzernischen haben wir Instagram-Star Miriam Schmid besucht, die verrückt nach Zimmerpflanzen ist und aus ihrer Wohnung ein tropisches Paradies gemacht hat.

Miriam Schmid freut sich, wenn sie sich mit gleichgesinnten Pflanzenfreunden austauschen kann. Erst mit dem Umzug in ihrs Haus vor 3 Jahren entflammte ihre Passion für tropische Zimmerpflanzen, Kakteen und Sukkulenten. «In einem Möbelhaus sah ich eine Monstera und dachte: Wow, so eine wollte ich immer schon haben.» Später habe sie dann gemerkt, dass in Möbelhäusern und Baumärkten keine echten Monstera deliciosa verkauft werden, sondern solche, die vom Philodendron abstammen. Egal, mit der Monstera wurde Miriams Sammeltrieb geweckt.

Pflanzenschätze mit englischen Namen

Sie zeigt uns ihre Pflanzenschätze – lustigerweise kennt sie vor allem die englischen Namen, weil ihr Blog englischsprachig ist. Peace Lily (Spathiphyllum) mit den sattgrünen Blättern und der weissen Blüte heisst zu Deutsch Einblatt oder – angelehnt an die englische Bezeichnung – Friedenslilie. Dump Cane mit ihren gemusterten Blättern ist die Dieffenbachie (Dieffenbachia). Beide gehören zu den Aronstabgewächsen (Araceae), genauso wie die Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia). Vom Bogenhanf (Sansevieria), der aus der Familie der Drachenbaumgewächse (Dracaenaceae) stammt, besitzt sie viele panaschierte Varietäten. Das Herzstück der Sammlung ist nebst der Monstera deliciosa eine Efeutute (Scindapsus ­pictus), die die gesamte Decke des Wohnzimmers erobert hat. «Sie besteht aus 5 Pflanzen. Von ihrem Platz an der Wand über dem Sofa entwickelt sie ihre langen Triebe, die ich mit durchsichtigem Nylonfaden an der Decke befestige – es dauert nur gerade 1 Jahr, bis es so aussieht wie bei mir.»

Eine Frage des Standorts

Zahlreiche Va­rietäten der Bunten Pfeilwurz (Maranta leuconeura) sind im Raum gruppiert, auf Englisch heissen sie «Prayer Plants» (Gebetspflanzen). Das Prunkstück in Miriams Sammlung ist eine Korbmarante (Calathea ‘Helen Kennedy’), die von Weitem fast wie ein Schachbrett wirkt. Und das Beste: Jede dieser 250 Pflanzen blüht irgendwann im Jahr, weil es ihnen hier so gut gefällt. «Wenn die Frangipani (Plumeria) blüht, dann duftet die ganze Wohnung. Sie bringt eine Brise Hawaii in den Schweizer Winter, braucht allerdings viel Licht und steht deshalb am Fenster.» In den letzten 3 Jahren hat Miriam eines gelernt: Es ist alles eine Frage des richtigen Standorts. Rasch lernte sie, dass tropische Pflanzen kein direktes Sonnenlicht mögen, während Kakteen genau deswegen am Fenster stehen und im Sommer in den Garten gezügelt werden.

Lungenkur in der Agglo

Bei den meisten Pflanzenliebhabern überleben tropische Zimmerpflanzen auf Dauer nicht, die Heizungsluft ist viel zu trocken für sie. Bei Miriam zeigt das Hygrometer regelmässig eine Luftfeuchtigkeit von 70 % an – sie lüftet dreimal täglich, damit sich kein Schimmel bildet und Schädlinge keine Chance haben. «Anfangs benötigte ich einen Luftbefeuchter, doch mit der Zeit schufen die Pflanzen das Klima, das sie brauchen.» Miriams wichtigster Tipp ist, dass man die Pflanze vor dem Kauf gut auf Schädlinge untersucht. Wenn bei ihr eine Pflanze befallen ist, etwa mit Wollläusen, wandert sie sofort in Quarantäne. Zuerst versucht sie es mit Neemöl, nur wenn das nichts nützt, kommt ein Insektizid zum Einsatz. «Man sollte aber schon überlegen, ob es sich lohnt. Schliesslich lebt man ja mit der behandelten Pflanze im selben Raum. War sie nicht teuer, erwäge ich, sie zu entsorgen.»

Miriam Schmid auf Instagram

Text: Stefanie Stäuble   Bild: Bettina Haefliger Photography

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