Für Frosch, Molch und Kröte

Für Frosch, Molch und Kröte

Für Frosch, Molch und Kröte

Es braucht nur wenig, damit sich Frosch, Molch und Kröte im Hausgarten wohlfühlen. Selbst wer keinen eigenen Teich hat, kann einiges dazu beitragen. Es lohnt sich: Amphibien sind begeisterte Schneckenfresser.

Von den 20 in der Schweiz lebenden Amphibienarten gelten zwei Drittel als gefährdet. Längst ist es nicht mehr selbstverständlich, dass man Molche, Frösche oder Kröten im eigenen Hausgarten beobachten kann. Im naturnahen Garten kann es Erdkröte, Bergmolch, Wasserfrosch und Grasfrosch jedoch durchaus wohl sein. Und das lohnt sich auch für die Garten­besitzer: «Amphibien fressen Würmer, Wanzen, Käfer, Mücken – und sie lieben Schnecken. Damit sind sie auch engagierte Schädlingsbekämpfer. Selbst vom Schrecken eines jeden Gärtners, der Roten Wegschnecke, verputzen sie die Jungtiere ausgesprochen gern», sagt Thomas Schwarze, Geschäftsführer von Pro Natura Basel.

Vernetzung ist wichtig

Anders als viele glauben, verbringen die meisten Amphibien den Grossteil des Jahres an Land. Manche Arten suchen Stillgewässer wirklich nur zum Laichen auf. Gerade Grasfrosch und Erdkröte durchstreifen ein mehrere Kilometer grosses Gebiet. Sobald im Februar die Bodentemperatur über 5 °C steigt und regnerisches Wetter herrscht, verlässt die Erdkröte ihr Winterversteck und sucht das Laichgebiet auf. Nach dem Ablaichen bedarf sie keines Teichs mehr. Im Winter begibt sie sich in einem Ast-, Kompost- oder Steinhaufen zur Winterruhe. Wer solche in einigen abgelegenen Ecken seines Gartens anlegt, trägt schon viel zur Arterhaltung bei. Man kann eine Menge tun, damit Amphibien einen stimmigen Lebensraum vorfinden. Sie benötigen genügend naturnahen Grünraum, Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten, vorwiegend im feuchten Schatten. Vorausgesetzt, die Tiere können bei ihren Wanderungen überhaupt in den Garten gelangen: Ist dieser von Mauern umgeben, wird es schwierig.

So schützen Sie Amphibien im Garten
  • Altholz-, Laub- und Steinhaufen bieten sichere Versteckmöglichkeiten.
  • Fadenmäher und Motorsense keinesfalls unter Hecken einsetzen.
  • Kompostmieten nicht in der kalten Jahreszeit umschichten.
  • Engmaschige Zäune nicht bis zum Boden ziehen. Bleiben mehr als 10 cm Abstand, danken es auch Igel, die so ihr grosses Revier frei durchstreifen können.
  • Lichtschächte und Entwässerungsschächte mit Fliegengitter abdecken oder mit einer Ausstiegshilfe versehen (z.B. schräg angelehntes Brett oder Lochgitter).
  • An Kellertreppen seitlich ein Brett auflegen, so können abgestürzte Amphibien von selbst wieder nach oben gelangen.
  • Auf Schneckenkörner sollte man ganz verzichten. Gifte setzen Amphibien wegen ihrer feuchten Haut besonders stark zu.

Do it yourself: Mini-Teich im Garten anlegen

Text: Alexandra von Ascheraden   Bild: Thomas Schwarze

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