Wie bereite ich alte Topferde von Tomaten auf?

Wie bereite ich alte Topferde von Tomaten auf?

Frage:

Ich ziehe jedes Jahr Tomaten in grossen Kübeln. Wie kann ich die alte Pflanzenerde wieder aufbereiten? Es handelt sich dabei um gekauftes Substrat aus Plastiksäcken. Soll ich organischen Dünger (Steinmehl, Hornspäne) oder einen anderen mineralischen Dünger verwenden? Und wann ist die geeignete Zeit dafür?

Frage gestellt am 27. Januar 2017

Antwort:

Ideal wäre es, die Erde mit reifem Kompost aufzubereiten. Vielleicht können Sie den Kompost in der Nachbarschaft oder in Ihrer Gemeinde beziehen. Am bestem nehmen Sie etwa ein Drittel der alten Topferde aus dem Gefäss heraus und füllen anschliessend mit gut verrottetem Kompost auf. Das Ganze gut durchmischen. Reifer Kompost sorgt dafür, die Boden­struktur zu verbessern, macht die Erde durchlässiger und verhindert Staunässe. Alternativ und etwas aufwendiger wäre es, der Topferde frische Brennnesseln beizumischen. Hierfür zuerst die ganze Erde aus dem Topf nehmen und eine Schicht Brennnesseln auf den Gefässboden legen. Brennnesseln sind magnesium- sowie eisenhaltig und wirken pflanzenstärkend. Anschliessend füllen Sie den Topf wieder mit einem Gemisch aus verbrauchter und frischer Erde. Wenn Sie mit dem bisherigen Substrat zufrieden waren, dann verwenden Sie am besten wieder dasselbe. Für eine exakte Düngerangabe müsste der Nährstoffgehalt des Substrats mithilfe einer Bodenanalyse geprüft werden. Deshalb hier nur eine allgemeine Angabe: Vor dem Pflanzen der Tomatensetzlinge die Topferde mit Horn­spänen düngen, etwa eine Handvoll pro 10 l ist ausreichend. Später mit einem Flüssigdünger nachdüngen, zum Beispiel mit «Hauert Biorga Tomaten flüssig» (www.hauert.com). Wenn man bereits mit Hornspänen vorgedüngt hat, reicht eine flüssige Düngergabe alle zwei bis drei Wochen. Meist merkt man rasch, wenn die Tomatenstauden nicht mehr richtig wachsen. Gelbe Blätter etwa könnten ein Zeichen sein, dass eine Düngergabe fällig ist. Nach dem Pflanzen die Tomatensetzlinge mit Urgesteinsmehl bestäuben. Dies wirkt vorbeugend gegen Krautfäule.

Bild: Markus Lohr

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