Skurrile Etagenzwiebel

Skurrile Etagenzwiebel

Vermutlich ist die Etagenzwiebel aus einer Kreuzung der Speisezwiebel mit Winterheckenzwiebeln entstanden. Im Erwerbsanbau wurde sie nie genutzt, weshalb sie auch züchterisch kaum bearbeitet wurde.

Die Etagenzwiebel (Allium cepa var. viviparum) geniesst in Hausgärten einen grossen Liebhaberwert. Ihren Namen verdankt sie der Kuriosität, in rund 30 cm Höhe neue Zwiebeln auszubilden – oftmals sogar auch in einer zweiten oder gar dritten Etage. Der Anbau ist denkbar einfach: Hat man sie einmal gepflanzt, vermehrt sie sich selbst, indem die Zwiebeln aus den oberen Etagen im Herbst zu Boden knicken und dort Wurzeln schlagen. Alle 3 bis 4 Jahre sollte der Standort gewechselt werden, da die gleichen Krankheiten wie bei anderen Zwiebelarten auftreten können. Allerdings sind die Etagenzwiebeln vergleichsweise robust.

Die eher scharfen Zwiebelchen kommen überall dort zum Einsatz, wo auch andere Zwiebeln verwendet werden. Oder man legt sie in Essig oder süsssauer ein, wobei das Rüsten der kleinen Kugeln relativ aufwendig ist. Im Frühjahr dient das frische Zwiebellaub als Küchenkraut wie Schnittlauch. Sein Zierwert ist auch in der Vase gross – sofern man sich mit dem Zwiebelduft arrangieren kann. Am einfachsten kommt man über den Gartenzaun zu Etagenzwiebeln. Denn wer sie im Garten hat, verfügt im Sommer stets über genügend Brutzwiebeln zum Abgeben.

Infos: Telefon 061 545 99 11 und www.prospecierara.ch

Text & Bild: Nicole Egloff

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