Majestätisches Finale

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Majestätisches Finale

Wasserdost ist eine prächtige Bereicherung des herbstlichen Gartens und eine kostbare Nektarquelle für viele Insekten. Er gehört nicht nur zu den grössten, sondern auch zu den am spätesten blühenden Stauden.

Der deutsche Name trügt: Wasserdost ist keine Sumpfpflanze, denn alle Arten gedeihen gut in einem nicht zu trockenen, normalen Gartenboden. Bei der Pflanzung sollte man unbedingt genug Platz einplanen. Die herkömmlichen Sorten des Gefleckten Wasserdost etwa können mit ihren wuchtigen Blütenschirmen gut über 2 m hoch und sehr breit werden. Bei einer Verkaufsgrösse im 11 × 11-cm-Topf ist deshalb ein gutes Vorstellungsvermögen gefragt.

Knirpse für kleine Gärten

Seit einigen Jahren gibt es kompaktere Wasserdost-Sorten, die auch für den kleinen Garten taugen und ihren grossen Verwandten an Schönheit in nichts nachstehen. Sie eignen sich für Rabatten ebenso wie für den Teichrand, wo sie zusammen mit Dreimasterblumen (Tradescantia), Weiderich (Lythrum) und Wiesen-Schwertlilien (Iris sibirica) harmonische Gemeinschaften bilden. Die zierlichen Blütenstände von E. maculatum ‘Red Dwarf’ eignen sich auch wunderbar für Blumensträusse.

Schokolade mit Sahne

Aufgrund verschiedener botanischer Eigenschaften wurden in jüngster Zeit einige Arten aus der Gattung der Doste ausgegliedert und neu benannt. So heisst die Weisse Natternwurz (ehemals Eupatorium rugosum) in einigen Katalogen nun neu Ageratina altissima. Ihre leuchtend weissen Blütenköpfchen stehen in flachen Dolden über nesselartigen Blättern. Mit 1 m Höhe bleibt sie vergleichsweise klein, sät sich aber gern selbst aus. Die grüne Form ist nur selten in Kultur. Viel populärer ist die dunkellaubige Sorte ‘Chocolate’ (im Bild mit Echinacea, Rudbeckia und Helenium), die an einem sonnigen Platz eine echte Blattschmuckstaude abgibt. Mit ihren tief dunkelviolett-braunen Blättern und Sprossen bringt sie nicht nur ihr eigenes Weiss, sondern auch jede benachbarte Blütenfarbe zum Leuchten. Vorsicht: Wer gefrässige Haustiere hat, sollte allerdings auf die Weisse Natternwurz besser verzichten. Sie ist nämlich in allen Teilen giftig.

 

Text & Bild: Annemarie Haller

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