Zauberhaftes Riesengras

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Zauberhaftes Riesengras

Sein leises Rascheln im Wind und der bewegte Schatten wirken beruhigend und inspirierend zugleich. Ob als ausdrucksvolle Einzelpflanze, zuverlässiger Bodendecker oder kleiner Wald: Der Bambus setzt Akzente.

Bambusgräser sind genügsame und tolerante Gartenbewohner. Sie nehmen mit nahezu jedem Gartenstandort vorlieb. Lediglich stark verdichtete Böden sowie Staunässe behagen ihnen nicht. Sie mögen es warm, lieben aber keine pralle Sonne und benötigen vor allem Schutz vor der Wintersonne. Je luftfeuchter und geschützter der Standort, desto besser kommen sie über den Winter. Sie verlangen gut durchlässige Gartenerde und während der Wachstumsphase ausreichend Nährstoffe. Mit zunehmendem Alter verlieren sie ihre typische Färbung, sie werden fahl und grau, und die Zweige tragen immer weniger Laub. Es empfiehlt sich, stets die ältesten Halme ebenerdig zu entfernen, ebenso wie schwach ausgebildete und schiefe Halme.

Je nach Gattung bildet der Bambus unterschiedlich starke horizontale Sprosse, sogenannte Rhizome. Während der Schirmbambus (Fargesia) ausgeprägte Horste entwickelt, besitzt der Flachrohrbambus (Phyllostachys) ein umfangreiches Rhizomgewebe. Vor allem auf san­digen, mageren Böden legen sie grössere Strecken zurück, um ihren Hunger nach Nahrung zu stillen. Ohne entsprechende Vorkehrungen kann sich diese Eigenschaft zum Problem auswachsen. Die messerscharfen Triebspitzen durchbohren Gesteinsritzen und machen auch vor Asphalt nicht Halt. Sie können bis 40 cm tiefe Fundamente unterwandern, womöglich ins benachbarte Grundstück ausbrechen oder problemlos eine Teichfolie durchstossen. Eine Barriere ist unumgänglich. Der Fachhandel bietet hierfür eine 2 mm starke und 700 mm breite Hart-PE-Folie von der Rolle.

Text & Bilder: Kaspar Heissel

Bambus will inszeniert sein

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