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Winterharte Cyclamen

Winterharte Cyclamen

Winterharte Cyclamen

Die neue Gartensaison beginnt mit den Vorfrühlings-Alpenveilchen: Mit ihrem ersten Flor überraschen uns die zarten Blümchen jedes Jahr aufs Neue. Danach sorgen weitere Arten für einen entzückenden Blütenreigen bis in den Herbst hinein – die Vielfalt an winterharten Cyclamen ist gross.

Neben unserem einheimischen Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) gibt es auch einige weitere Arten, die bei uns nördlich der Alpen gut winterhart sind, wenn sie am richtigen Standort stehen. Damit sich winterharte Cyclamen im Garten von selbst vermehren, ist jedoch Geduld gefragt . Die bekannteste Art für den Frühlingsgarten ist das Vorfrühlings-Alpenveilchen (C. coum). Es blüht meist in einem leuchtenden Rosarot, es sind aber auch Abweichungen in Richtung Weiss oder Hellrosa zu finden. Einige weisen zudem ein deutliches, dunkelfarbiges Auge auf. Der ideale Standort im Garten ist im Halbschatten unter tiefwurzelnden Gehölzen. Das herabfallende Herbstlaub hindert die zarten Pflänzchen nicht daran, im Frühling mit ihren Blättern und Blüten hindurchzuwachsen.

Rhythmus im Blatt

Vorfrühlings-Alpenveilchen besitzen einen ganz eigenen Lebensrhythmus. Ihre nierenförmigen, glänzenden Laubblätter treiben sie nach einer Sommerruhe im Herbst aus; auch die Blüten werden dann vorgebildet. Im Februar und März erfolgt dann ihr grosser Auftritt mit den zahlreichen, typischen Alpenveilchenblüten, die über viele Wochen einen ganzen Gartenteil beherrschen. Wenn der Blütenflor sich zu Ende neigt, bilden sich die charakteristischen gedrehten Blütenstängel, an deren Ende die Samen in dicken Kapseln zu finden sind. Will man jene beglückenden Alpenveilchenteppiche erreichen, genügen fünf bis sieben Initialpflanzen vollauf – nach 10 Jahren haben sie sich durch Selbstaussaat vermehrt. Dazu ist jedoch eine gute Ausgangssituation des Bodens gefragt, denn zwei Dinge sind entscheidend für ein optimales Wachstum: ein humoser, lockerer Oberboden und Kalk in Form von Eierschalen oder Düngekalk. Jegliches Hacken und anderweitiges Stören ist Gift und mindert den Erfolg erheblich.

Warme Füsse, bitte

Daneben kann auch das Geschweiftblättrige Alpenveilchen (C. repandum) an geschützten, warmen Stellen im Garten kultiviert werden. Leider ist es nur selten in gärtnerischer Kultur, unterscheidet sich jedoch deutlich von all den anderen Arten, denn seine karmesinroten Blütenblätter wirken ein wenig verdreht und sind von länglicher Form. Dieses Alpenveilchen blüht wesentlich später, meist erst im Mai. Ein behaglicher, halbschattiger Platz im Garten, etwa vor einer Mauer, ist notwendig für sein erfolgreiches Gedeihen; auch schätzt es einen trockenen, humosen Boden. Über den Sommer zieht es ein, um im Herbst seine Blättchen wieder auszutreiben.

Einheimische Variante

Gärtnerisch in der Anzucht ebenfalls anspruchsvoll erweist sich das eingangs erwähnte Sommer-Alpenveilchen (C. purpurascens); nur wenigen Betrieben ist ein dauerhafter Vermehrungserfolg gelungen. Die Kultur im Garten ist hingegen relativ einfach: ein ungestörter, halbschattiger Platz, der sich auch auf der schattigen Rückseite eines Steingartens befinden darf, reicht bestens. Auch unser heimisches Alpenveilchen möchte möglichst ungestört stehen und wird dann von Jahr zu Jahr schöner. All die anderen Arten sind in Mitteleuropa nicht ausreichend winterhart – auch Cyclamen persicum, die Stammform unserer Zimmer-Alpenveilchen, zählt dazu.

 

Text Christian Kreß Foto Rachele Z. Cecchini

 

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