Vogelbeeren geniessbar machen
Im August und September fällt die Vogelbeere mit ihren gefiederten Blättern und den roten Beeren sofort auf. Die zahlreichen leuchtenden Früchte erinnern an kleine Äpfelchen. Ihre Farbe ist so knallig, dass wir unvermittelt an giftige Beeren denken. Zum Glück lassen sich Vogelbeeren geniessbar machen.
«Vogelbeeren sind giftig!», wurde uns als Kinder eingebläut – aber das stimmt nur bedingt. Die roten Beeren der Eberesche (Sorbus aucuparia) enthalten Parasorbinsäure, die für die Bitterkeit der frischen Beeren verantwortlich ist und bei übermässigem Verzehr zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen führen kann. Wird Parasorbinsäure aber erhitzt oder eingefroren, baut sie sich zu Sorbinsäure ab. So werden die Vogelbeeren nicht nur ungefährlich, sondern richtig gesund.
Hilfreiche Frostnächte
Beliebt ist vor allem der fruchtige Vogelbeerschnaps, aber die Beeren können auch zu Marmelade, Gelees, Likör und Trockenfrüchten verarbeitet werden. Idealerweise werden sie nach dem Kochen durch ein feines Sieb passiert, um die Kerne zu entfernen. Wie der Name schon sagt, wissen auch Vögel die roten Beeren der Eberesche zu schätzen: Sobald die Beeren nach den ersten Frostnächten ihre Bitterkeit verlieren, werden sie schnabuliert. Will man also etwas von der Ernte abbekommen, schneidet man die Beeren am besten vor dem ersten Frost. Aber Teilen ist natürlich immer schön – daher darf man gerne einen Teil der Ernte den gefiederten Gartenmitbewohnern überlassen.
Text: Mira Maeder Foto: Envato
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