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Vermehren für ­Fortgeschrittene: Okulation

Okulation Veredelung Rosen Sortenerhaltung

Vermehren für ­Fortgeschrittene: Okulation

Hauptsächlich bei Rosen, aber auch Obst kann diese Vermehrungsart dazu dienen, dass man alte Sorten erhalten kann. Die Rose aus dem Garten der Grossmutter, eine unbekannte Sorte oder auch eine, die nicht mehr erhältlich ist, kann so weiterhin Freude machen. Die Okulation – auch «Veredelung mit einer Knospe» oder «mit einem Auge» genannt – wird im Juli /August vorgenommen. Die Unterlage kann eine junge Wildrose (z. B. Rosa canina) im Garten oder im Topf sein. Ausserdem benötigt man einen Trieb der gewünschten Sorte vom aktuellen Jahr, ausgereift und mit gutem Wuchs. Dieser Trieb wird frisch geschnitten und sofort entblättert.

1.

Mit dem Okuliermesser wird unter der Knospe mit einem flachen Schnitt die Knospe mit einem Schildchen geschnitten.

2.

Der holzige Teil innerhalb der Knospe wird entfernt.

3.

An der Unterlage wird am Wurzelhals mithilfe eines T-Schnitts die Rinde geöffnet.

4.

Das Auge wird behutsam unter die Rinde gesetzt. Der überstehende Teil der Rinde an der Knospe wird wegschnitten.

5.

Anschliessend wird die Knospe mit einem Gummiband ver­bunden, das die Veredelung schützt. Diese kann nun anwachsen.

6.

Im März wird die Unterlage abgeschnitten und die eingesetzte Knospe kann im Frühling austreiben. So bekommt man dieselbe Rose vom letztjährigen Trieb.

7.

Wichtig ist, im Laufe des Frühjahrs die Unterlage immer wieder von Wildtrieben zu befreien, um so der Edelsorte eine gute Chance zu geben, gross und stark zu werden.

TEXT & FOTOS Hauenstein AG

 

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