Tolle Stachys-Knöllchen

Tolle Stachys-Knöllchen

Tolle Stachys-Knöllchen

Wurzeln für Feinschmecker: Mit lustigem Äusseren und delikatem Geschmack bietet Stachys eine willkommene Abwechslung zum herkömmlichen Wintergemüse. Jetzt werden die tollen Stachys-Knöllchen geerntet.

Der Knollen-Ziest ist hierzulande kaum im Gemüseregal der Grossverteiler zu finden. Die Rarität wird auch nur selten auf dem regionalen Wochenmarkt angeboten. Das ist schade, denn das Wurzelgemüse verfügt über einen einzigartigen Nussgeschmack und wertvolle Nährwerte. Was die Pflanze unter der Erde verbirgt, zeigt sich im Dezember: Die Seitenwurzeln der Rhizome sehen aus wie gedrechselte, längliche und wulstartige Knöllchen – dicken weissen Maden nicht unähnlich.

Alternative zu Spargel

Verzehrt werden die tollen Stachys-Knöllchen gekocht, gedämpft, gebacken oder roh im Salat. Gut schmecken Stachys in einer Bouillon gegart und mit etwas Zitronensaft beträufelt. Das Wurzelgemüse lässt sich auch anstelle von Spargeln in diversen Spargelrezepten verwenden. Kleinere Exemplare, die in der Küche nicht verwendet werden, belässt man in der Erde – oder in etwas Sand eingeschlagen im Keller. Sie dienen im nächsten Frühjahr als Pflanzgut für die kommende Saison.

Anspruchslose Kultur

Knollen-Ziest (Stachys affinis) bevorzugt einen lockeren, feuchten und leicht sandigen Boden. Die Pflanze verträgt Trockenheit eher schlecht, stellt ansonsten aber keine besonderen Ansprüche an die Erdbeschaffenheit. Wird jährlich mit gut verrottetem Stallmist oder Kompost gedüngt, gedeiht die Staude problemlos 3 bis 4 Jahre am gleichen Standort. Im März oder April werden die Stachys-Knöllchen etwa 10 cm tief mit einem Abstand von 30 cm ins gut gelockerte Beet gepflanzt. Im Verlauf des Sommers wachsen Stachys zu schönen sattgrünen Pflanzen heran, die optisch stark an ihre Verwandte, die Minze, erinnern.

 

Text: Ruth Schläppi

Das könnte Sie auch interessieren: Delikate Kerbelrüben

0 Kommentare
Beitrag teilen
Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .