Speise- oder Zierkürbis?

Speise- oder Zierkürbis?

Frage:

Auf unserer Terrasse wächst ein Kürbis, der kleine orangefarbene Früchte trägt. Worin besteht der Unterschied von Speise- zu Zierkürbissen, wenn dies nicht an der äusserlichen Form zu erkennen ist? Gibt es ungeniessbare oder gar giftige Exemplare?

Antwort:

Äusserlich sind diese beiden Kürbisse schwer auseinanderzuhalten. Meistens sind Zierkürbisse kleiner, haben eine grössere Farbenvielfalt und ihr Wuchs ist oft sehr bizarr. Beim Aufschneiden der Kürbisse treten dann die Unterschiede zutage. Zierkürbisse haben wenig oder gar kein Fruchtfleisch, essbare Kürbisse hingegen haben leuchtend rotes oder gelbes Fruchtfleisch, das sich gut herauslösen lässt. Bestehen Zweifel, probieren Sie am besten ein kleines Stück davon. Schmeckt es bitter, dann spucken Sie es wieder aus. Zierkürbisse sind bitter im Geschmack und enthalten den Giftstoff Cucurbitacin. Dieser kann zu Übelkeit, Erbrechen und einer schweren Magenverstimmung führen. Beliebt sind Zierkürbisse vor allem für herbstliche Dekorationen. Oftmals werden sie auch als Sichtschutz verwendet, weil sie viel Blattwerk bilden und rasch wachsen. Es gibt kleine Speisekürbisse, die sich auch für Dekorationen eignen, zum Beispiel der Mandarinenkürbis ‘Jack be little’. Er wird nur etwa 6 cm gross und sein Fruchtfleisch hat ein feines süssliches Aroma. Wenn ein Speisekürbis neben einem Zierkürbis wächst, kann es zu Kreuzungen kommen. Ein Speisekürbis kann im Folgejahr wie ein essbarer aussehen, aber trotzdem Bitterstoffe enthalten. Will man sicher sein, dass man im nächsten Jahr garantiert Speisekürbisse erntet, sollte man jedes Jahr neues, kontrolliertes Saatgut kaufen.

Bild: Markus Lohr

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