Seltsame Samenmischung

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Seltsame Samenmischung

Frage:

Letztes Jahr haben wir mühselig unseren Rasen umgegraben und alles Wurzelwerk entfernt. Danach haben wir Samen für eine Blumenwiese ausgesät und die Saat mit Kompost aus einer Kompostieranlage zugedeckt. Leider ist kaum etwas von dem Saatgut gekeimt und in unserem Garten wächst nun vornehmlich Klee mit kleinen weissen Blüten wie ein Teppich, Löwenmäulchen sowie allerlei Beikräuter. War vielleicht die aufgegangene Saat im Kompost versteckt oder habe ich einfach eine seltsame Samenmischung erwischt?

Frage gestellt im März 2021

Antwort:

Blumen- und Wildblumenwiesen sind anspruchslos und benötigen keinen Dünger. Bis sich eine Blumenwiese entwickelt, braucht es jedoch Zeit. Meist zeigt sich die Blütenpracht erst im zweiten Jahr nach der Aussaat – erst dann können Sie sehen, ob Sie eine seltsame Samenmischung gekauft haben. Da Kompost wie Dünger wirkt, haben sich aus Ihrer ausgebrachten Saatmischung vermutlich nur jene Pflanzen entwickelt, die diesen auch vertragen. Je nach Qualität oder Herkunft des Komposts ist es durchaus möglich, dass Samen aus dem Kompost keimen. Damit dies nicht passiert, müsste er sterilisiert sein. Die Keimzeit der einzelnen Arten ist sehr unterschiedlich, sie kann sogar mehrere Monate dauern. Warten Sie deshalb noch ab, bevor sie nachsäen. Eine Blumenwiese wird nur etwa 2- bis 3-mal im Jahr geschnitten. Bei Magerwiesen erfolgt der erste Schnitt ab Mitte Juni bis Mitte Juli beim Abblühen der Wiesenmargeriten. Das Mähgut sollte auf der Fläche trocknen und erst als trockenes Heu abgeräumt werden, damit sich die Wildblumen versamen können.

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