Selbstgemachter Kräuterring

Selbstgemachter Kräuterring

Wenn Küchenkräuter auf Drahtkranz und Moos treffen, steht einem duftenden, kulinarischen und stilvollen Balkon-Accessoire nichts mehr im Wege.

Wer Kräuter liebt, ist ständig auf der Suche nach neuen, witzigen Möglichkeiten, um den Balkon mit ihnen zu verschönern. Dieser mit Kräutern bepflanzte Drahtring lässt die Herzen internationaler Kräuter-Fanclubs höherschlagen, denn er ist vielfältig einsetzbar: als Tischschmuck, hängend an der Wand oder als Kräuter-Krönchen über dem Gartentisch. Je nachdem, welche Kräuter man verwendet, kann er sonnige oder auch schattige Plätze zieren. Für unser Beispiel haben wir Thai-Basilikum, Petersilie und Schnittlauch genommen – ein Standort an der knalligen Mittagssonne scheidet damit aus. Minzefans bietet sich eine Kombi aus Ananas-, Orangen- und Marokkanischer Minze an. Wo der Ring sehr sonnig steht – beziehungsweise hängt – gehören Zitronen­Thymian, Koriander, Oregano und Majoran zur Top-Auswahl.

Material für einen Kräuterreif:

  • Drahtkranz, in unserem Beispiel mit 51 cm Ø (erhältlich im Floristikbedarf oder online)
  • Moos – je grösser die Stücke, desto einfacher können sie um den Kranz gewickelt werden. Achtung: Einige Moos-Arten dürfen nicht gesammelt werden (Liste: www.bafu.admin.ch). Vorsicht auch, dass keine Schnecken mitkommen; sie würden sich über Kräuter frisch aus dem Anzuchtbeet sehr freuen.
  • Wasserspeicherndes Granulat
  • Kräuter- oder Pflanzenerde
  • Floristikdraht
  • Schere oder Messer
  • Giesskanne
  • Kräuter

Und so geht’s:

1. Schritt

Das zuvor angefeuchtete Moos mit der grünen Seite auf die Arbeitsplatte legen. Fertig ausgelegt, sollte das Moos sowohl in der Kranzmitte als auch im äusseren Bereich ca. 10 cm über den Drahtkranz herausragen. Das Granulat vorbereiten, indem Sie etwas Wasser hinzugeben. Es quillt sofort auf und wird zu einer weichen Masse. Die Pflanzenerde über den Kranz verteilen, bis die gesamte Drahtringform gefüllt ist. Der so entstehende «Hügel» sollte 8 cm hoch und breit sein. Das wasserspeichernde Granulat gleichmässig auf das Substrat verteilen und mit der Erde vermischen. Dann den «Hügel» gut andrücken.

2. Schritt

Nicht vergessen: Bevor das Moos «zugeklappt» wird, muss der Floristikdraht an einer Stelle am Metallring befestigt werden. Jetzt das Moos hochklappen und den Draht von aussen nach innen herumwickeln. Das ist etwas diffizil, weil bei zu stürmischen Bewegungen die Moosstücke reissen können. Gehen Sie also behutsam vor. Sukzessive den Draht weiter fest um den Metallring (von dem man mittlerweile nichts mehr sieht) wickeln. Bei Bedarf eine zweite Runde drehen, damit das Moos auch wirklich festsitzt. Zum Schluss den Draht abschneiden und gut befestigen.

3. Schritt

Jetzt geht’s ans Pflanzen: Wer in der Gärtnerei Kräuter-Jungpflanzen in Mini-Ballen entdeckt, kann sich glücklich schätzen. Im herkömmlichen 9er-Topf ist das Wurzelwerk zu gross. Daher werden die Erdballen geteilt und überflüssiges Substrat abgeklopft. Sind die Wurzeln noch immer zu lang, können Sie sie mit der Schere etwas einkürzen. Nun an einer Stelle vorsichtig das Moos beiseiteschieben und mit den Fingern ein Loch hineinbohren, bis Sie auf das darunterliegende Substrat treffen. Das Kraut einsetzen, gut festdrücken und gegebenenfalls etwas Erde nachfüllen. Mit dem Vorgehen reihum fortfahren. Die Pflanzen sollten nicht zu eng stehen, ein Abstand von ca. 10 cm ist ideal. Angiessen! Auch hierbei vorsichtig vorgehen, damit sich keine Erdkrümel aus dem Ringgefüge lösen. Den Ring nun 2 Wochen stehen lassen und regelmässig behutsam giessen. Die Pflanzen brauchen Zeit, um in den Drahtring hineinzuwurzeln. Dann steht dem erfinderischem Gärtnerinnengeist nichts mehr im Wege.

Text & Bilder: Judith Supper

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