Selbstgemachte Hagebutten-Konfitüre

Selbstgemachte Hagebutten-Konfitüre

Eine selbstgemachte Hagebutten-Konfi ist mit gekaufter Ware nicht zu vergleichen. Für eine reiche Ernte sorgen grossfruchtige Sorten wie Hunds-Rose (Rosa canina), Apfel-Rose (R. villosa) und Kartoffel-Rose (R. rugosa), die man wild an Feldwegen und sonnigen Waldrändern antreffen kann.

Trotz grosser Früchte bleibt die Verarbeitung etwas mühsam: Zunächst müssen Stiel und Blütenansatz entfernt werden. Anschliessend die Früchte halbieren und die ungeniessbaren, borstigen Samen (botanisch sind es Nüsse) sorgfältig entfernen. Die Hagebutten können an trockenen Tagen vom Spätherbst bis zum Winter geerntet werden. Am besten schmecken sie kurz vor dem ersten Frost. Frische Hagebutten sind schlecht lagerfähig und sollten sofort verarbeitet werden. Sie sind reich an Vitamin C und somit eine wertvolle Winternahrung für Wildtiere und viele Vogelarten, weshalb eine umsichtige Ernte besonders wichtig ist.

Für 6 Gläser mit Twist-off-Verschluss à 230 ml, Zubereitungszeit ca. 60 Minuten plus Ruhezeit

Zutaten:

  • 1 kg Hagebutten ohne Blütenansatz, Stiel und Samen
  • 750 ml Wasser
  • 1 kg Gelierzucker (Verhältnis 1:1)
  • 1 Zitrone, Schale und Saft

Und so geht’s:

  1. In einem grossen Topf die vorbereiteten Hagebutten mit Wasser aufkochen und zugedeckt 30 Minuten weich kochen.
  2. Die Masse durch ein feines Sieb streichen und abwiegen.
  3. Mit der gleichen Menge Zucker vermischen.
  4. Zitrone dünn schälen und zusammen mit dem ausgepressten Zitronensaft zur Fruchtmasse geben.
  5. Alles unter Rühren erhitzen und etwa 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  6. Gelierprobe machen, anschliessend die Konfitüre in sterile Gläser füllen und fest verschliessen. Die Gläser für wenige Minuten auf den Deckel stellen, danach langsam abkühlen lassen.

Tipp: Nach Entfernen der Samen bzw. Nüsschen können die Hagebuttenschalen auch für Tees getrocknet werden. Macht man Konfitüre, kann man sich die Arbeit des Entkernens erleichtern, indem man die Früchte nach dem Halbieren einfriert und die Nüsschen erst nach dem Auftauen entfernt. Noch schneller geht es, wenn man sie durch ein Passevite presst, das Ergebnis ist jedoch nicht ganz so fein wie beim Entkernen von Hand.

Text: Silvia Rottmair   Bild: Rachele Z. Cecchini

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