Schnittsalat: säen und geniessen

Schnittsalat
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Schnittsalat: säen und geniessen

Schnitt- oder Pflücksalat gehört definitiv zum Anfängergemüse. Nach dem Säen keimt er innerhalb von 2 Wochen, und zeigt er Blätter, kann man diesen fast beim Wachsen zusehen. Schon bald darauf geht’s ans Pflücken und Geniessen.

Schnittsalat kann fast dauerhaft geerntet werden, indem man immer die äusseren Blättchen abzupft oder diese 4 bis 5 cm über dem Boden abschneidet. Aus dem Pflanzenherz wachsen immer wieder neue Blätter nach. Wird im Handel von «Baby Leafs» («Babyblätter») gesprochen, so ist in dieser Mischung meist auch Schnittsalat enthalten, zusammen mit Jungblättern verschiedener Gemüsearten.

Die Startvorbereitungen

Zur Aussaat benötigt werden eine rund 3 bis 5 cm tiefe Saatschale oder etwas höhere Gefässe, die nur bis zur Hälfte mit Erde gefüllt werden. Alle Gefässe sollten über funktionierende Drainagelöcher verfügen. Gefüllt wird die Schale mit fertiger Aussaaterde oder feinkörniger Gartenerde. Diese mit etwas Perlit oder Vermiculit anreichern, damit das Substrat leicht und locker wird. Erde ins Gefäss füllen, mit einer Schicht Erde übersieben und leicht mit dem Andrückholz ausebnen. Schnittsalat darf relativ eng gesät werden, da die Ernte meist rasch vorangeht und die Pflanzen nicht viel Platz benötigen. Nochmals mit einer feinen Schicht Erde übersieben.

Kontrollierte Nässe

Die Schale zum Angiessen im Freien oder auf dem Balkon aufstellen. Mit der Brause ausserhalb des Schalenrands beginnen und in Schlangenlinien vorsichtig über das Gefäss giessen. Mit einer Glasscheibe, einem Plexiglas oder Plastiksack abdecken. Allerdings sollte die Abdeckung täglich gewendet oder abgetrocknet werden, damit kein Kondenswasser daran hängen bleibt, das Pilzkrankheiten fördern könnte.

Wohlig warme Bodenheizung

Bis zur Keimung spielt die Helligkeit des Standorts für den Salat keine grosse Rolle – er ist ein Dunkelkeimer. Die Wärme einer Bodenheizung wird den Keimvorgang beschleunigen, eine ständige Kontrolle der Feuchtigkeit ist jedoch nötig. Sobald die Keimlinge nach rund 6 bis 10 Tagen sichtbar werden, die Saatschale möglichst hell und etwas kühler aufstellen. Nun muss auch nicht mehr abgedeckt werden – im Gegenteil, die Pflanzen benötigen jetzt Sauerstoff zum Wachsen. Je heller die kleinen Pflänzchen stehen, umso grüner werden die Blätter. Stehen sie zu warm bei nur wenig Licht, so schiessen die Keimlinge bleich in die Höhe. Ein Trick ist, das Gefäss täglich zu drehen.

Ab ins Freie

An einem geschützten Standort lässt sich der Schnittsalat ab März oder je nach Standort ab April direkt auf dem Balkon säen. Für Schutz vor kalten Nächten sorgt ein darübergelegtes Vlies. Ein kleines Gitter dient als Frass- oder Katzenschutz. Dasselbe gilt für eine Aussaat im Gewächshaus oder ins Gartenbeet. Unter Glas- oder Vliesschutz wächst der Schnittsalat zeitig der wärmenden Sonne entgegen und bereichert schon bald unsere Teller mit frischem Grün. Geschnitten oder gepflückt wird der Salat nach insgesamt 6 bis 10 Wochen.

Text & Bild: Ruth Schläppi

Und hier geht’s zum Nüsslisalat

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