Schachtelhalm abwehren

Schachtelhalm abwehren

Frage:

Unsere Tochter wohnt in einem Haus mit Garten auf 1000 m ü. M. Auf der angrenzenden Wiese wächst eine grosse Menge Schachtelhalm. Wie kann man dieses Gewächs im Zaum halten oder bekämpfen? Vermehrt es sich über Wurzelausläufer oder über Aussaat?

Antwort:

Schachtelhalm deutet auf eine nasse Wiese hin, vielleicht auch auf einen schattigen Platz. Die Pflanze bevorzugt feuchten Boden und gehört zu den ältesten Gewächsen, die bei uns vorkommen. Schachtelhalm ist ein wahrer Überlebenskünstler und im Garten ein lästiges Kraut. Seine Wurzeln können bis zu 2 m lang werden, jedes Wurzelstück treibt neu aus. Zudem kann er sich auch über abgebrochene Stängel vermehren. Wenn sich die Pflanze noch nicht im Garten ausgebreitet hat, schützt man diesen am besten mit einer Pflanzensperre. Dieses Vorgehen ist ziemlich aufwendig und auch teuer. Eine Alternative bietet die folgende Massnahme: Einen Streifen der Gartenfläche (etwa 1 m breit) zur benachbarten Wiese freihalten. Auf dem Streifen möglichst dicht Rasen säen. Dieser wird regelmässig gemäht. Vorbeugend kann man Sand einarbeiten und beispielsweise Dahlien pflanzen. So ist der Boden nicht ganz kahl und man kann ihn trotzdem im Auge behalten. Es ist zudem ratsam, eine Bodenprobe zu machen. Mit einem lockeren, gut durchlüfteten Gartenboden macht man dem Schachtelhalm ebenfalls das Leben schwer. Wichtig: Den Garten regelmässig kontrollieren. Sobald eine Schachtelhalm-Pflanze auftaucht, gräbt man sie vorsichtig mit den Wurzeln aus. Taucht ein grösseres Nest auf, die Pflanzen am besten mit einer schwarzen Kunststofffolie bedecken und zusätzlich Erde draufgeben. Regelmässige Massnahmen schwächen den Schachtelhalm, sodass er kaum mehr grossen Schaden anrichten kann. Zum Schluss noch etwas Positives: Schachtelhalm ist im Biogarten ein beliebtes Mittel gegen Pilzkrankheiten. Aufgrund des grossen Gehalts an Kieselsäure wirkt eine Behandlung mit Schachtelhalm pflanzenstärkend und macht die Blätter weniger anfällig auf Pilzsporen.

Bild: www.biogarten.ch

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