Lust auf einen bunten Frühling

Lust auf einen bunten Frühling

Jetzt ist es höchste Zeit, in die Tiefe zu gehen: Bis zum November können noch Blumenzwiebeln fürs Frühjahr gepflanzt werden.

Wer sich nach Frühlingsfarben sehnt, muss jetzt an die Zwiebel. Das Vorgehen dabei ist ganz einfach: Die Spitze zeigt immer nach oben. Eine alte Gärtnerregel besagt, dass die Blumenzwiebel doppelt so tief in den Boden muss, wie sie gross ist. Bei Krokussen, Anemonen, Schneeglöckchen, Scilla oder Muscari sind das etwa 5 cm. Hyazinthen, Tulpen und Steppenkerzen wünschen eine Pflanztiefe von 10 bis 12 cm, Lilien und Narzissen 10 bis 20 cm. Die Zwiebeln müssen trocken, druckfest, glatthäutig und schimmelfrei sein – und dürfen noch nicht austreiben. Fürs Einpflanzen stehen Geräte wie Setzhölzer oder Blumenzwiebelpflanzer zur Verfügung. Sie funktionieren aber nur in weichem, humosem Boden. Wo er härter und steiniger ist, muss ein Spaten her. Wird der Untergrund gelockert und der Aushub mit Kompost gemischt, haben die Zwiebeln beste Wuchsbedingungen. In sehr feuchten, lehmigen Böden empfiehlt sich eine etwa 2 bis 5 cm dicke Kiesschicht zuunterst im Pflanzloch.

Gruppendynamik nutzen

Am harmonischsten wirken Frühjahrsblüher, wenn man sie in Gruppen setzt. Muster aus ungeraden Zahlen – drei, fünf oder sieben Zwiebeln – haben die beste Wirkung. Für Blumenwiesen bietet es sich an, eine Handvoll Zwiebeln über das Areal zu werfen und dort einzupflanzen, wo sie gelandet sind. Das wirkt ungekünstelt und wie von Mutter Natur so gewollt. Wer bereits ein Loch für die Narzissen gegraben hat, kann nach Einfüllen der ersten Erdschicht ein paar Krokuszwiebeln hinzugeben. Krokusse blühen früher als Narzissen, im Austrieb treten sie daher nicht in Konkurrenz.

Hungrige Mäuse

Bedauerlicherweise sind vor allem Tulpenzwiebeln bei Wühlmäusen heiss begehrt. Früher gruben deshalb viele Gärtner Holunder- oder Walnussblätter unterhalb der Zwiebeln ein, deren Geruch die kleinen Nagetiere zumindest so lange ferngehalten haben soll, bis die Blätter zersetzt waren. Andere Hausmittel sind Knoblauchzehen oder Hundehaare. Ob’s wirklich hilft, ist ungewiss – ausprobieren schadet aber nicht. Am sichersten ist es, die Zwiebeln in einen Pflanzkorb aus Draht zu betten. An dem haben sich die flinken Nager schon bald die Zähne ausgebissen.

Text & Bild: Judith Supper

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