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Kaiserkrone als Blickfang im Garten

Kaiserkrone als Blickfang im Garten

Kaiserkrone als Blickfang im Garten

Die hübschen Fritillarien gehören zu den beständigsten Zwiebelpflanzen. Mit ihrer vielseitigen Gestalt sorgen sie im Frühlingsgarten für faszinierende Blütenbilder. Wir zeigen, wie man die Kaiserkrone als Blickfang im Garten inszeniert.

Seit dem 16. Jahrhundert ist die die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) als prachtvolle Blume auch in Europa bekannt. Der flämisch-niederländische Arzt und Botaniker Carolus Clusius züchtete sie im Botanischen Garten von Leiden. Einst schmückte sie die Gärten reicher Adeliger im Orient, heute ist die Kaiserkrone als Blickfang im Garten häufig anzutreffen. Ihr Name verweist auf die Form ihrer Blüten, die sich zu einem Kranz angeordnet unter dem Blattschopf erheben, was wie ein imposanter Kopfschmuck wirkt.

Tolle Sorten

Ihre aufleuchtenden Blüten, die von April bis Mai erscheinen, sind gelb, orange oder rot gefärbt. Bei der Auswahl des Standorts sollte man berücksichtigen, dass alle Teile der Pflanze giftig sind. Die gelb blühende ‘Maxima Lutea’ ist eine besonders robuste und wüchsige Sorte der Kaiserkrone. Im Bauerngarten kann sie in Gruppen gepflanzt prächtige Akzente setzen. In modernen Beeten passt sie gut zu blauen Blüten und blaugrünen Blättern, aber auch zu orangefarbenen Blüten und gelbgrünen Blättern. Die Sorte ‘Aurora’ mit orangegelben Blüten harmoniert mit Tulpen im selben Farbton, aber auch mit Blüten in Creme oder Apricot. Mit ihren orangeroten Blütenglocken wirkt ‘Orange Beauty’ kontrastreich zu weissen Narzissen und harmoniert mit pfirsichfarbenen Tulpen.

Komponisten und Persianer

Während Auslesen wie ‘Beethoven’, ‘Chopin’ und ‘Vivaldi’ zur Komponisten-Reihe der Kaiserkronen zählen, die sich durch einen niedrigeren Wuchs und gedämpfte Farbtöne auszeichnen, unterscheiden sich die folgenden Arten durch ihr imposantes Farbenspiel: Fritillaria acmopetala fasziniert mit olivfarbenen Blütenglocken mit purpurfarbener Zeichnung, F. michailovsky beeindruckt durch rotbraune Blüten mit gelbem Rand, während F. bucharica schneeweisse Blüten hat. Sehr eindrucksvoll ist F. verticillata: Ihre grünlich-weissen Blütenglöckchen sind auf der Innenseite mit einem rostroten Schachbrettmuster überzogen.

Duftende Blütenglöckchen

Die Persische Kaiserkrone (F. persica), auch Persische Glockenlilie genannt, stammt aus dem Iran, dem Irak und dem Libanon, wo sie auf Felshängen in Höhenlagen von bis zu 2500 m ü. M. gedeiht. Die Wildpflanze trägt bis zu 30 hängende, leicht duftende Blütenglöckchen auf einem kräftigen Stängel. Faszinierend ist ihr tiefes Pflaumenblau mit Wachsschimmer. Erlesen ist auch die Sorte ‘Ivory Bells’ mit elfenbeinweissen Blütenglöckchen, die sich über blaugrauem Laub erheben.

Schachbrettblume – die Wilde

Die kleine Schwester der Kaiserkrone, die hübsche Schachbrettblume (F. meleagris), hat zauberhafte violette Blüten, die wie die Eier des Kiebitzvogels aussehen, weshalb sie auch unter dem Namen Kiebitzei bekannt ist. Wie kleine Kunstwerke wirken die filigranen Blüten, die mit einem schachbrettartigen Muster überzogen sind. Die Pflanze ist die einzige in Mitteleuropa heimische Art, die sich an das Leben in der Feuchtwiese angepasst hat. Von fragiler Anmut ist ‘Alba’, eine Sorte mit kreideweissen Blüten und einem dezenten Schachbrettmuster.

Am schönsten verwildert

Schachbrettblumen sind mehrjährig und winterhart. Ihre volle Wirkung entfalten sie, wenn sie verwildern, etwa in einer Senke auf der Wiese, am Ufer des Gartenteichs oder am Rande eines Moorbeets. Sie sind als Unterpflanzung von Gehölzen geeignet, treten aber auch im Frühlingsbeet oder in Pflanzgefässen zwischen gleichfarbigen Tulpen eindrucksvoll in Erscheinung. Die kleinen Zwiebeln benötigen kaum Platz und können grosszügig zwischen Stauden oder unter Sträuchern etwa 5 cm tief in den Boden gesteckt werden. Haben sie sich auf einer Wiese angesiedelt, darf diese nicht vor Mitte Juni gemäht werden, da die Pflanzen Zeit zum Einziehen benötigen.

Ideal für den Balkon

Fritillaria uva-vulpis, auch Fuchstraube oder Glockenlilie genannt, ist eine Verwandte der Schachbrettblume. Sie hat lila-braune Blütenglöckchen, die im Inneren goldgelb gefärbt sind, ebenso wie der Blütenrand. Die aparte Zwiebelblume wirkt zart und zerbrechlich, ist jedoch robust und wüchsig. Sie wird nur 30 cm hoch, ist aber sehr wirkungsvoll im lichten Schatten von Gehölzen, wo der Boden ausreichend feucht ist. Auch im Kübel, an einem halbschattigen Platz auf dem Balkon oder der Terrasse, kann man sich an ihr erfreuen.

 

Text & Foto:  Andrea Christmann

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