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Im Winterwunderland

Im Winterwunderland

Im Winterwunderland

Das Thermometer fällt, die Luft riecht nach Schnee. Ein Zeichen dafür, dass der Winter die ruhige Zeit im Garten einläutet – was aber nicht heisst, dass es im Winterwunderland gar nichts mehr zu tun gibt.

Der Boden nimmt das Wasser auf wie ein Schwamm. Unnötiges Betreten verdichtet den Boden – und trotzdem braucht es für einige Gemüse, die den Winter draussen verbringen, noch pflegerische Massnahmen. Vor allem jene Pflanzen, die unter verschiedenen Abdeckungen wachsen, dürfen nicht vernachlässigt werden. Gewässert werden muss in der Regel jetzt nicht mehr, regelmässiges Lüften ist hingegen Pflicht. Bei einem Kontrollgang werden an schönen Tagen die Abdeckungen der Frühbeetkästen angehoben. Vliesbahnen werden ausgeschüttelt und Folientunnel zur Seite geschoben, um den Pflanzen Luft und vielleicht sogar den einen oder anderen Sonnenstrahl zukommen zu lassen.

Essen mit Freunden

Es ist nun an der Zeit, den Kohl zu verwerten. Auch hier gilt wieder einmal: Alte Sorten, frisch geerntet, bringen einen ganz anderen Geschmack auf den Tisch, als man es sich von Gemüse aus dem Laden gewohnt ist. Der Tiefkühler ist gut gefüllt mit Erbsen und Blumenkohl vom Frühjahr, und im Kellerlager stapeln sich die Gläser mit Eingekochtem neben Kürbissen und dem eingepackten Lagergemüse. Die Feiertage stehen vor der Tür – Treffen mit Freunden und Familie und das eine oder andere Festmahl sind ein willkommener Anlass, die Vorräte aus dem Keller zu holen.

Naturbeobachtung im Staudengarten

Auch wenn ein kalter Wind weht, ist es bei einem Rundgang durch den Staudengarten immer spannend zu beobachten, wie die Natur sich im Laufe der Jahreszeiten verändert. Ich geniesse diese stillen Rundgänge. Selbstverständlich – und das kennen wahrscheinlich alle gärtnernden Menschen –, wird dabei im Hinterkopf die unendliche Liste «Was noch zu erledigen ist» geführt: Dieses sollte noch abgeschnitten werden, jenes könnte nächstes Jahr an einen neuen Ort umgepflanzt werden, diese Staude sollte man einmal teilen. Der Rundgang ist aber immer auch eine Zeit für Naturbeobachtungen. Naturnahe Gärten sind in unserer modernen Kulturlandschaft Inseln, die sich durch eine besonders hohe Biodiversität auszeichnen. Hier kann auf kleinstem Raum eine Vielzahl von Wildtieren beobachtet werden.

 

Text & Foto: Alexandra Milesi

 

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