Im Paradies der Formen

Im Paradies der Formen

In den «Gartenwerken», inmitten des Emmentals, hat ein Ehepaar sein gemeinsames Fachwissen in einem unvergleichlichen biologischen Schaugarten realisiert. Mit seinen Farben, Formen und poetischen Gartenbildern spricht er alle Sinne an – eine reine Inspirationsquelle für Gartenbesitzer.

Sechs Lieblingspflanzen aus den «Gartenwerken»

  • Wald-Scheinmohn (Meconopsis cambrica): Mit seinen gelben schwebenden Schalenblüten wandert er scheinbar ziellos durch den Garten. Er eignet sich als poetischer Pflanzpartner zu Funkien und Farnen. Durch Selbstaussaat kann diese kurzlebige Pflanze an halbschattigen Stellen reiche Bestände bilden. Der Boden sollte durchlässig und nicht allzu feucht sein, kühle Standorte werden bevorzugt.

 

  • Echter Haarstrang (Peucedanum officinale): Die auf langen Stielen sitzenden Blütendolden, die an Fenchelblüten erinnern, sind ein wahres Insektenparadies. Mit bis zu 2 m Höhe ist die Staude ein filigraner Blickfang im Beet und eignet sich gut zum Strukturieren von Pflanzflächen – allerdings ist sie erst nach etwa 4 Jahren blühfähig. Die Kalkmagerrasen-Pflanze kann sehr gut mit Trockenheit auskommen und liebt einen tiefgründigen, eher lehmigen Boden.

 

  • Schmucklilie (Agapanthus): Die Liebesblume, aus dem Griechischen «agape» («Liebe») und «anthos» («Blume»), benötigt täglich mindestens 4 Stunden Sonne, einen durchlässigen Boden sowie regelmässige Wasser- und Nährstoffgaben. Für unsere Breitengrade als winterhart gelten A.-Campanulatus-Hybriden, worunter auch die «Headbourne-Hybriden» fallen. Bewährte Sorten, die sich bei guten Bodenverhältnissen für eine Pflanzung im Freien eignen, sind z. B. ‘Isis’, ‘Blue Triumphator’ oder ‘Wolga’.

 

  • Grasnelke (Armeria sp.): Die mehrjährige Grasnelke ist am passenden Platz mit entsprechenden Bodenverhältnissen eine pflegeleichte Blütenstaude. Mit ihren Blütenständen in leuchtendem Rosa, Purpur oder Weiss macht sie sich gut in naturnahen Steingärten, denn an trockenen Plätzen in der prallen Sonne gedeiht sie prächtig.

 

  • Hohe Flammenblume (Phlox paniculata): Phlox ist eine prima Begleitstaude in Rabatten. Die historische Sorte ‘Alma Jansson’ ist gesund, wüchsig und wird etwa 1 m hoch. Mit ihrem hellen Lila mit weisser Mitte verzaubert sie das Beet von Juli bis August. Alle Phloxarten mögen einen sonnigen Standort bis hin zu lichtem Schatten sowie einen humosen, nährstoffreichen Boden – eine kompostreiche Grundversorgung ist das A und O.

 

  • Nickender Lauch (Allium cernuum): Mit seinen anmutig wiegenden Blüten ist dieser Zierlauch wertvoll zum Verwildern in sonnig-warmer Lage, wo er bestens zwischen niedrigen Gräsern gedeiht. Er ist sehr wüchsig – werden einige Zwiebeln nah beieinander gepflanzt, bildet sich in kurzer Zeit ein Horst. Der Nickende Lauch bevorzugt einen trockenen, durchlässigen Boden an einem sonnigen Platz. Ideale Bedingungen in einem Steingarten!

Text: Isabel Moesch, zvg   Bilder: Dagmar Derbort

Sechs Lieblingspflanzen aus den «Gartenwerken»

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