Hummeln im Garten unterstützen

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Hummeln im Garten unterstützen

Wenn im Frühling die Tage wärmer werden und sich die ersten Frühlingsblumen zeigen, fliegen die ersten emsigen Brummer aus. Damit sie sich möglichst wohl fühlen, lassen sich Hummeln im Garten mit einfachen Mitteln unterstützen.

Hummeln, aber auch Solitärbienen und Schmetterlinge brauchen dringend ein grosses Angebot an einheimischen Wildpflanzen. Viele Arten sind verschwunden oder vegetieren am Strassenrand. Magerwiesen sind Mangelware – für Insekten eine Katastrophe.

Blühende Oasen

Im Garten lassen sich Hummeln mit wenig Aufwand unterstützen: Indem man einen Teil des Gartens als Naturwiese stehen lässt, bietet man Pflanzen und Tieren mehr Lebensraum. Viele Wildpflanzenarten können auch in Kisten, Töpfen und Blumenkistchen angepflanzt werden. Mit der richtigen Pflanzenwahl schafft man so kleine blühende Oasen.

 

Wichtig ist ein Angebot an Frühlingsblühern:

-Krokus (Crocus vernus)
-Schlüsselblume (Primula veris)
-Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
-Winterling (Eranthis hyemalis)

 

Diese Arten blühen von Mai bis Oktober und sind anspruchslos:

-Kriechender Günsel (Ajuga reptans)
-Hornklee (Lotus corniculatus)
-Wundklee (Anthyllis vulneraria)
-Hufeisenklee (Hippocrepis comosa)
-Natternkopf (Echium vulgare)
-Bunte Kronwicke (Securigera varia)
-Thymian (Thymus vulgaris)
-Dornige Hauhechel (Ononis spinosa)
-Flockenblumen (Centaurea)
-Feldrittersporn (Consolida regalis)

All diese Wildpflanzen können in spezialisierten Gärtnereien gekauft werden.

 

Zudem lassen sich Hummeln im Garten mit folgenden Massnahmen unterstützen:

– Naturbelassene Wiesen, Wiesenböschungen, Sträucher mit Unterwuchs, Zwischenräume in Mauern, Asthaufen oder Nischen unter Gartenhäuschen.

– Hummeln sollten nicht gestört werden. Wenn man das hohe Gras und den Pflanzenwuchs unter den Sträuchern mit dem Kreiselmäher mäht, zerstört man viele Hummelnester.

– Man kann versuchen, Hummeln in Nistkästen anzusiedeln – auch Weinkisten lassen sich zu Hummelhotels umbauen. In den Nistkasten kommt als Basis Kleintierstreu, in der Mitte eine Kugel aus unbehandelter Polsterwolle oder Kapok oder sauberes, gewaschenes Moos. Damit die Hummelkönigin das Kunstnest eher annimmt, drückt man eine Höhlung in die Polsterwolle ein, etwa in Hummelgrösse. Das so vorbereitete Nest dient als Ersatz für ein verlassenes Mäusenest.

– Der Nistkasten wird an einem geschützten Ort aufgestellt – immer schattiert, nie an der Sonne. Ideal ist auch, wenn man ihn unter Bäumen oder Sträuchern platziert. Der Nesteingang sollte gegen Osten gerichtet sein.

– Ungeeignet als Nisthilfe sind umgedrehte Blumentöpfe oder ähnliche Behältnisse. In solchen «Hilfen» besteht die Gefahr von Überhitzung oder Wassereinbruch. Dadurch wird das ganze Nest zerstört.

 

Text: Hans-Peter Furrer   Bild: twenty20

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