Herbst-Anemonen: Stars des Spätsommers

Herbst-Anemonen: Stars des Spätsommers
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Herbst-Anemonen: Stars des Spätsommers

Herbst-Anemonen sind die heimlichen Stars des Spätsommers, die selbst Herbststürmen trotzen. Wie ein wilder Wirbelwind tanzen die rosa und weissen Blüten durchs Septemberbeet – wir stellen die schönsten Sorten vor.

Herbst-Anemonen (Anemone hupehensis, A. x hybrida und A. tomentosa) gehören zu den wertvollsten Blütenstauden und sollten in jedem Garten einen Platz erhalten. Sie sind die heimlichen Stars des Spätsommers: Ihre leichten, zarten Blüten zaubern ein pastellfarbenes Meer. Sie heissen auch Windröschen oder Japan-Anemonen. Wie alle Anemonen sind auch sie Hahnenfussgwächse (Ranunculaceae). Vor rund 170 Jahren wurde diese Staudenart aus Ostasien nach Europa eingeführt. Sorten wie die weiss blühenden ‘Honorine Jobert’ und ‘Wirbelwind’ sind fast ebenso alt. Besonders früh blüht die Sorte ‘Ouvertüre’.

Ideale Partner

Herbst-Anemonen benötigen einen feuchten, aber nicht staunassen Boden und gedeihen bestens an einem leicht schattigen Platz. Sie passen gut zu Hortensien, zu Stauden wie Astern, Silberkerze (Cimicifuga racemosa) und Blauer Eisenhut (Aconitum napellus) oder zu höheren Gräsern wie Chinaschilf (Miscanthus sinensis), Lampenputzergras (Pennisetum) und Rutenhirse (Panicum). Die beste Pflanzzeit ist von Frühjahr bis Ende August. Im ersten Jahr nach der Pflanzung sollte man ihnen einen Winterschutz aus einer Schicht Laub und Reisig gönnen. Der Laubmulch fördert zudem einen humosen Boden. Hat das Windröschen erst einmal richtig Fuss gefasst, bildet es kräftige Einzelpflanzen, die je nach Sorte bis weit in den Oktober hinein blühen.

 

Tipps: Gegenlicht betont ihre Zartheit. Weisse Anemonen bringen dunkle Bereiche zum Leuchten und bereichern weisse Gärten. Stets in grösseren Gruppen von mindestens fünf Pflanzen setzen. Sie werden geschnitten, wenn sich die Knospen gerade geöffnet haben. Ihre Blüten halten sich gut in der Vase.

Anemone-japonica-Hybride ‘Honorine Jobert’

Sie ist eine der ältesten (1851) und gleichzeitig robustesten Sorten: Die reinweiss blühende ‘Honorine Jobert’ hat mit ihren edel geformten Blütenschalen den Status eines Klassikers und sollte in keinem Garten fehlen.

Anemone-japonica-Hybride ‘Bressingham Glow’

Sie machen den Herbst zum Farbspektakel: die standfeste, halbgefüllte Sorte ‘Bressingham Glow’ und der Kerzenknöterich ‘Arends Stolz’. Bei ‘Bressingham Glow’ (1968) verbinden sich die Blütenblätter spiralförmig über zwei Ebenen.

Anemone hupehensis ‘September Charm’

Elegant streckt die horstartig wachsende Sorte ‘September Charm’ ihre Rispen in das warme Licht des Spätsommertags. Schon eine leichte Böe lässt die tiefrosa Blütenschalen dieser bewährten Sorte aus dem Jahr 1932 tänzeln.

Anemone-japonica-Hybride ‘Wirbelwind’

Die Blütenblätter der Sorte ‘Wirbelwind’ (‘Whirlwind’, 1887) sind in sich leicht verdreht und erinnern an Propellerblätter. Am Rand sind sie leicht gefranst. Die reinweissen, lange haltbaren Blüten eignen sich bestens für die Vase.

Anemone-japonica-Hybride ‘Königin Charlotte’

Diese Japan-Herbst-Anemone mit ihren kräftigen Stängeln und den halbgefüllten grossen seidenrosa Blüten gibt es seit dem Jahr 1898 (Pfitzner). Durch kurze Ausläufer bildet sich ihr dichter horstartiger Wuchs aus.

Anemone-japonica-Hybride ‘Rosenschale’

Die Sorte ‘Rosenschale’ zeichnen einfache grosse Blüten aus, die am Rand dunkler getönt sind. Sie ist eine relativ junge Züchtung, die durch ihren Blütenreichtum auffällt. Hier blüht sie neben Bistorta amplexicaulis ‘Atropurpurea’.

Anemone hupehensis ‘Ouvertüre’

Standfeste, besonders früh und reichblühende Sorte mit einfachen zartrosa Blüten. Sie wurde von Anja Maubachs Mutter gezüchtet. Eine Verbesserung der alten Sorte ‘September Charm’, mit der sie nahezu identisch ist.

Anemone hupehensis ‘Praecox’

Niedrige, standfeste Sorte mit zweifarbigen einfachen Blüten (Arends 1935). Sie blüht ebenfalls früh und folgt in der Blütezeit der Sorte ‘Ouvertüre’. Die purpurrosa Blüten zeigen von August bis Oktober ihre ganze Pracht.

 

Text: Michael Breckwoldt             Bilder: Sabrina Rothe

 

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