Für den Garten Regenwasser nutzen

Für den Garten Regenwasser nutzen
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Für den Garten Regenwasser nutzen

Die immer heisseren und trockeneren Wetterperioden zeigen: Wasser ist ein kostbares Gut. Das bringt nicht nur Landwirte ins Schwitzen, sondern auch Gartenbesitzerinnen bei der Bewässerung ihres geliebten Grüns. Für den Garten Regenwasser zu nutzen ist deshalb eine clevere Alternative.

In der Schweiz muss man sich über die Qualität des Trinkwassers keine Gedanken machen. Doch der hohe Reinheitsgrad ist nicht immer erforderlich: Durchschnittlich zwischen 40 und 50 Liter Trinkwasser pro Tag spülen wir einfach die Toilette hinunter, hinzu kommen knapp 20 Liter für das Wäschewaschen und 5 bis 10 Liter für die Gartenbewässerung. Angesichts dieser Zahlen stellt sich für Haus- und Gartenbesitzer zu Recht die Frage, ob es nicht eine günstigere und umweltschonendere Alternative gibt. Die gibt es: Sammeln und nutzen Sie das Regenwasser! Der Markt bietet inzwischen die unterschiedlichsten Systeme an, mit denen sich eine beachtliche Menge Trinkwasser einsparen lässt.

Gut für Pflanzen

Wer für den Garten Regenwasser nutzen will, sollte er einige Faktoren prüfen – etwa ob eine Anlage auch wirtschaftlich rentiert. Dazu gehören etwa das verfügbare Wasserangebot in der jeweiligen Region, die Bodenbedingungen sowie die Investitions- und Betriebskosten der geplanten Anlage. Für den Garten lohnt sich die Nutzung von Regenwasser auf jeden Fall – das Einsparpotenzial ist hoch, zudem bekommt das kalk-, phosphat- und chlorfreie Wasser den Pflanzen viel besser als Leitungswasser. Auch der Gartenteich lässt sich mit den gesammelten Niederschlägen füllen, und sogar der Pool, wenn man im Winter regelmässig organische Abfälle entfernt und das Wasser im Frühjahr gut reinigt.

Simpel aber wirksam: Regentonnen

Die einfachste und kostengünstigste Variante ist das Aufstellen von Regentonnen, die über einen Regensammler an das Fallrohr des Dachs angeschlossen werden. Das kann auch das Garagendach oder die Gartenlaube sein. Ein Wassersammler mit Filtersystem hält Schmutz, Laub und Insekten zurück. Doch Vorsicht: Nicht alle Dächer eignen sich zum Auffangen des Regenwassers. Durch Eindeckungen aus Kupfer und Zink sowie Bitumenabdichtungen können schädliche Substanzen in die Umwelt gelangen. Entnommen wird das Wasser meist über einen Zapfhahn. Stellen Sie die Tonne an einem schattigen Platz auf, und bestenfalls so, dass eine Giesskanne bequem darunter passt.

Von der Amphore bis zum Holzfass

Eine Abdeckung verhindert, dass sich Algen bilden oder Mückenlarven ansiedeln und schützt nicht zuletzt kleine Kinder und Tiere vor dem Ertrinken. Es ist auch möglich, eine Regenfasspumpe zu verwenden, an die sich ein Gartenschlauch anschliessen lässt. In diesem Fall muss die Tonne nicht direkt neben dem Fallrohr stehen. Übrigens: Wem die klassische grüne Tonne im Garten zu langweilig ist, der kann auf dekorative Alternativen zurückgreifen. Im Handel gibt es mittlerweile zahlreiche Modelle, von der Amphore bis zum rustikalen Holzfass.

 

Text: Christiane Nönnig

 

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