Fackellilie vor Frost schützen
Flammenartige Blütenstände in leuchtenden Rot-, Orange- und Gelbtönen machen die Kniphofia zu einer beeindruckenden Staude. Doch sie ist sensibler, als sie wirkt: Damit sie den Winter gut übersteht, muss man die Fackellilie vor Frost schützen.
Keine Frage: Die Fackellilie (Kniphofia) verleiht mit ihrem auffälligen Blütenstand jedem Garten eine dramatische Note und zieht Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an. Entgegen ihre deutschen namens zählt sie nicht zu den liliengewächsen, sondern ist in der Familie der Affoldillgewächse zu Hause und mit der Aloe verwandt. Sie stammt aus dem südlichen Afrika und reagiert deshalb eher empfindlich auf zu niedrige Temperaturen. Um die Kniphofia richtig zu pflegen, müssen deshalb ihre spezifischen Bedürfnisse berücksichtigt werden. In unseren Breiten reifen die Samen der Pflanze nicht aus. Daher empfiehlt es sich, die hellroten Blütenfackeln nach dem Verblühen abzuschneiden, um ihr die Samenbildung zu ersparen.
Das Herz einpacken
Übrig bleiben die bis 1 m hohen, grasartigen Blatthorste, bevor sich deren Kräfte im Herbst vollends in die unterirdischen Organe zurückziehen. Die Wurzeln reagieren äusserst empfindlich auf Vernässung. Daher sollte man den Wurzelbereich mit einer trockenen Abdeckung versehen und im Idealfall den Laubschopf zusammenbinden, damit sich bei nasskalter Überwinterung keine Fäulnis im Herz der Pflanze ausbreitet. Eine rund 10 cm dicke Mulchschicht aus Stroh, Herbstlaub oder Rinde am Fuss der Pflanze, isoliert die Wurzeln. Dies schützt die Pflanze zusätzlich vor Frost und gleicht starke Temperaturschwankungen aus.
Text: Robert Sulzberger Foto: Envato
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