Einjährige Kletterpflanzen

Einjährige Kletterpflanzen

Jenen Gärtnerinnen und Gärtnern, die Abwechslung lieben und mal etwas Neues ausprobieren möchten, sei die Kultur von einjährigen Kletterpflanzen ans Herz gelegt.

Sie begrünen nicht nur schnell Sichtschutzwände und Zäune, sondern lassen sich auch hervorragend mit Kletterrosen oder Sträuchern kombinieren. Duftwicken (Lathyrus odoratus, Bild), Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea), Helmbohne (Lablab purpureus), Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) und Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata) lassen sich jetzt ohne grossen Aufwand auf der Fensterbank im Haus vorziehen und nach den Eis­heiligen auspflanzen. Und so geht’s: Man sät etwa drei Samen pro 13-cm-Topf in torffreie Erde. Grosse, hartschalige Samen wie jene von Wicken reibt man am besten vor dem Aussäen sanft mit Sandpapier ab und weicht sie über Nacht in lauwarmes Wasser ein. Die Samen nur leicht mit Erde oder Vermiculit zudecken. Wicken keimen bei 10 bis 15 °C und sollten danach an einen kühlen, frostfreien Platz gestellt werden.

Experimentierfreudige können Essbares wie Feuerbohnen mit mehrjährigen Zierpflanzen kombinieren. Und gerade da, wo nur wenig Platz vorhanden ist, lohnt es sich, in die Vertikale zu gehen. Wichtig: Eine gute Beetvorbereitung ist unerlässlich, denn einjährige Kletterer sind anspruchsvoll, sollen sie doch in nur einer Saison ihr Bestes geben. Zum Pflanzen ein passendes Loch graben, ohne die Wurzeln der mehrjährigen Partnerpflanzen zu verletzen. Mit einem halbierten grossen Plastiktopf lässt sich zudem leicht eine Wurzelsperre einrichten, damit die Einjährigen nicht unter Konkurrenz leiden müssen. Etwas Kompost, Rosen-Langzeitdünger, regelmässiges Giessen und Ausputzen von Verblühtem sowie ein geschützter Standort sorgen für eine blütenreiche Saison.

Bild: Annette Lepple

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