Düngen – mässig, aber regelmässig
Ob es einer Pflanze gut geht, erkennt man oft schon von Weitem an einem gesunden und kräftigen Wuchs. Da sich die meisten unserer Gemüsepflanzen züchterisch gesehen weit von ihren Ursprüngen entfernt haben, benötigen sie für ein optimales Wachstum unsere Hilfe.
Dazu gehört neben dem Jäten und Giessen auch, sie während ihrer Hauptwachstumszeit mit Nährstoffgaben zu unterstützen. Diese Phase beginnt, wenn die liebevoll gesetzten Pflänzchen anfangen, Fahrt aufzunehmen und Blattmasse aufzubauen. Je mehr Blätter, desto mehr Photosynthese kann die Pflanze betreiben. Traditionell bewährt haben sich Pflanzenjauchen – in Wasser fermentierte Pflanzen wie Brennnessel und Beinwell. Verjaucht werden kann aber auch anderes organisches Material, etwa Kräuter wie Schafgarbe, Kamille und Löwenzahn. Einige schwören auf die Verwendung von Kaffeesatz oder Eierschalen. Eine fertige und einsatzbereite Jauche schäumt nach beendeter Fermentation nicht mehr und enthält nur noch wenig feste Pflanzenteile. Entscheidend ist, die Jauche in verdünnter Form in regelmässigen Abständen von 1 bis 2 Wochen zuzuführen. Die Nährstoffe sollten der Pflanze nicht zu schnell zur Verfügung stehen. Folgen einer Überdüngung sind zu rasche Wasseraufnahme, was das Pflanzengewebe weich, wässrig und geschmacklos macht.


