Charmante Rosenteppiche

Charmante Rosenteppiche

Rosen, die gleichzeitig wunderschön und völlig unkompliziert sind? Bodendeckerrosen erfüllen diesen Wunsch am besten.

Zugegeben, der Begriff «Bodendeckerrose» klingt nicht gerade vielversprechend. Der Schönheit und den Qualitäten der Königin der Blumen wird er in keiner Weise gerecht. Denn eigentlich handelt es sich dabei um einen Oberbegriff für Rosen von sehr unterschiedlicher Form, von flach kriechend über breit buschig bis straff aufrecht. Eines haben sie alle gemeinsam: Pflanzt man sie entsprechend nahe beieinander, bilden sie einen engmaschigen Blütenteppich. Spätestens ab dem zweiten Jahr sind die Bestände so dicht, dass keine Beikräuter mehr aufkommen. Für die Bodendeckerrosen sprechen aber auch pragmatische Gründe. Viele Sorten eignen sich aufgrund ihrer enormen Frosthärte auch für Höhenlagen und machen einen Winterschutz im Flachland überflüssig. Dank ihrer hohen Widerstandskraft überzeugen sie an Standorten, wo «normale» Rosen versagen. Doch mit das Wichtigste ist ihre Gesundheit – sie kommen in der Regel ohne chemischen Pflanzenschutz aus. Auffallend viele Sorten sind mit dem «ADR-Gütesiegel» (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung) ausgezeichnet, das für eine besonders gute Pilzresistenz steht.

Wenig Pflege muss sein

Je geeigneter der Standort, desto geringer die Pflege. Rosen sind Sonnenkinder und lieben einen sonnigen, warmen und luftigen Platz. Am besten gedeihen sie auf einem mittelschweren humus-, lehm- und sandhaltigen Boden, der tiefgründig und gut gelockert ist. Entscheidend für den späteren Pflegeaufwand ist das restlose Entfernen von Wurzelunkräutern vor der Pflanzung. Ein Sommerrückschnitt fördert allgemein einen guten Folgeflor, ohne ihn werden häufiger Hagebutten ausgebildet. Beim Schnitt braucht man nicht zimperlich zu sein: Er kann jährlich auf drei bis vier Augen erfolgen – oder man schneidet nur alle zwei bis drei Jahre, aber dann mit der Heckenschere und ohne besondere Rücksicht auf die Augen. Diese Massnahme führt zu einem kräftigen Austrieb, fördert die Blühwilligkeit und macht die Rosen weniger anfällig für Krankheiten.

Text & Bild: Kaspar Heissel

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