Blühende Barbarazweige

Blühende Barbarazweige

Die Adventszeit wird besonders feierlich, wenn man die Wohnung jetzt mit einem schönen Barbarazweig schmückt.

Am 4. Dezember ist Barbaratag. Nach einem alten Brauch werden an diesem Tag Barbarazweige geschnitten. Sie blühen gegen Weihnachten und bringen eine Vorahnung des Frühlings in die dunkle Jahreszeit. Gehen die Blüten pünktlich am Weihnachtstag auf, gilt das als gutes Zeichen für die Zukunft.

Der Brauch soll auf die Gefangenschaft der heiligen Barbara zurückgehen. Sie habe einen verdorrten Kirschbaumzweig mit Tropfen aus ihrem Trinknapf benetzt. In den letzten Tagen ihres Lebens, schon im Bewusstsein ihres Todesurteils, fand sie Trost darin. Laut Heiligenlexikon gibt es verschiedene Überlieferungen. Eine davon besagt, dass Barbara von ihrem heidnischen Vater ausgeliefert wurde, weil sie sich weigerte, ihren christlichen Glauben aufzugeben. Die heilige Barbara ist eine der bekanntesten christlichen Heiligen.

Zweige brauchen Pflege

Meist denkt man bei den Barbarazweigen zuerst an Kirschbaumzweige, doch es eignen sich auch andere Laubgehölze, die zuerst die Blüten und erst später Blätter bilden: Apfel, Birne, Aprikosen, Kastanie, Pfirsich und Hasel gehören dazu. Wichtig ist, dass die Äste dem Frost ausgesetzt waren. Spielt das Wetter nicht mit, stellt man sie für ein paar Tage in den Kühlschrank. Die Zweige werden mit einem scharfen Messer schräg angeschnitten – die Schnittfläche sollte mindestens 3 cm lang sein, damit eine optimale Wasseraufnahme möglich ist. Das Wasser ersetzt man ein- bis zweimal wöchentlich vollständig. Damit die Knospen in der trockenen Heizungsluft nicht vertrocknen, werden sie täglich mit Wasser besprüht.

Bild: Robert Sulzberger

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