Blickfang am Zaun

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Blickfang am Zaun

Stauden-Wicken sind auch bekannt als «Platterbsen». Hinter diesem Namen verbirgt sich eine enorme Vielfalt an bezaubernden und farbenprächtigen Schmetterlingsblütlern.

Die Pflanzen nimmt man meist nicht einzeln wahr, sondern als Gesamterscheinung: mal buschig, mal rankend filigran oder sich üppig über einen Zaun ergiessend.

  • Die Breitblättrige Platterbse (Lathyrus latifolius, Bild) kann sich über eine lauschige Bank neigen, sich am Boden rankend ausbreiten, in andere Pflanzen, die ihr Halt geben, hineinwachsen und auf diese Weise fast aufrecht stehend wirken. Klettern kann sie hingegen nur, wenn sie sich mit ihren kleinen Wickelranken festhalten kann.
  • Auch die Grossblütige Platterbse (L. grandiflorus) ist eine pflegeleichte Staude ohne Allüren, die im Garten zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Sie kann zum Beispiel in Sträucher ­hineinwachsen und damit deren manchmal kurze Blütezeit verlängern.
  • Einen ähnlichen Habitus zeigt auch die Knollen-Platterbse (L. tuberosus). Sie ist jedoch die einzige Stauden-Wicke, deren Rhizome essbar sind. Die länglichen braunen Wurzelknollen, die an unterirdischen Ausläufern wachsen, können wie Kartoffeln gekocht oder gebraten werden. Die grossen rosa Blüten sind eine gute Bienenweide.
  • Auch die Frühlings-Platterbse (L. vernus) und ihre Sorten werden aufgrund der frühen Blütezeit ab März bis Mai von Bienen und anderen Insekten angeflogen. Besonders drollig ist es anzusehen, wenn die grossen pelzigen Hummeln, die bereits bei kühlen 10 °C aktiv sind, die filigranen Blüten ganz sanft anzapfen.

Text & Bild: Esther Hospenthal

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