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Anna Rossinellis grüner Daumen

Anna Rossinellis grüner Daumen

Anna Rossinellis grüner Daumen

Seit ihrer Teilnahme am Eurovision Song Contest ist Anna Rossinelli eine der stärksten Stimmen der Musikszene in unserem Land. Der «Schweizer Garten» durfte einen Blick hinter die Kulissen werfen – auf die vielgeliebten Zimmerpflanzen in ihrem Zuhause. Im Interview gibt die Basler Sängerin Tipps zur Pflege und zeigt uns ihre beiden Lieblingspflanzen.
Anna, du giltst als Zimmerpflanzenfan – erinnerst du dich an deine erste Pflanze?

Als ich von daheim auszog, begann ich, verschiedene Kräuter zu ziehen und mit Freundinnen Pflanzen auszutauschen. Zuvor verstand ich nicht, warum sich die Leute Pflanzen in ihr Zuhause stellen – ich dachte, das seien bloss Staubfänger.

 

Wenn dein neues Album eine Zimmerpflanze wäre, welche wäre es und weshalb?

Da mein Album «Heat» heisst, müsste die Pflanze hitzebeständig sein. Also eine Sukkulente oder ein Kaktus – genau diese Pflanzen liebe ich sowieso. Ich mag Exoten, die ich nicht fixfertig kaufe. Viel lieber nehme ich bei Freunden Ableger ab.

 

Welche Pflanzen hast du weniger gerne?

Schenkt mir bitte keine Orchideen … Und auch die Pflanzen, die allgemein als «Grossmutterpflanzen» gelten, wie etwa Usambaraveilchen, stehen bei mir nicht zuoberst auf der Liste.

 

Hast du einen Pflegetipp, der bei dir überraschend gut funktioniert?

Kurz zusammengefasst: Viel Liebe, aber nicht zu viel Wasser. Ich bin oft bei meinen Pflanzen und mag es, an ihnen herumzuzupfen. Das mache ich auch bei meinen Freunden. Wenn sie wochenlang vergessen haben, ihre Pflanzen zu hegen, und dann Dutzende tote Blättchen daran hängen, muss ich sie unbedingt abknipsen. Irgend­wie beruhigt mich das.

 

Als Musikerin bist du viel unterwegs. Wie schaffst du es, dass deine Pflanzen nicht in ein grünes Drama abrutschen?

Ich habe Pflanzen, die auch mal 2 Wochen ohne Wasser auskommen, wenn wir in den Ferien sind. Und da auch mein Partner Pflanzen mag, schaut er zu ihnen, während ich weg bin.

 

Da sind Anna Rossinellis Favoriten:
Grünes UFO

Ihre kleinen Seerosen-Blätter schweben wie Mini-Himmelskörper durch die Luft: Keine Frage, die UFO-Pflanze (Pilea peperomioides) ist aufgrund ihres ungewöhnlichen Aussehens eine echte Persönlichkeit. Glücklicherweise ist sie unkompliziert und eignet sich auch bestens für Pflanzenneulinge. Das Gute an ihr: Sie benötigt keine speziell hohe Luftfeuchtigkeit. Hegt und pflegt man die UFO-Pflanze, wird man mit schnellem Wachstum, glänzend grünen Blättern und vielen «Babys» an der Basis belohnt. Sie steht gerne in einem hellen Zimmer ohne direkte Sonne. Auch mit einem leicht schattigen Standort kommt sie zurecht. Anna hat ihre UFO-Pflanze auf einem Holzstühlchen aus ihrer Kindheit platziert.

Vielfache Mama

Annas Lieblingspflanze ist das Brutblatt (Bryophyllum daigremontianum). Auf Englisch heisst es «Mother of Thousands» (Mutter von Tausenden). An ihren gezahnten Blatträndern befinden sich kleine Brutknospen, die zu winzigen Jungpflänzchen heranwachsen. Ist er ausgereift, fällt der Nachwuchs zu Boden: Zu Füssen der Mutterpflanze finden die Kindel Nahrung, um anzuwurzeln und sich künftig eigenständig zu versorgen. Im Gegensatz zu vielen Zimmerpflanzen tropischer Herkunft gedeiht das Brutblatt bestens bei niedriger Luftfeuchtigkeit. An einem nicht allzu warmen Standort bei 15 bis 19 ºC fährt die Pflanze ihren Stoffwechsel herunter. Nun kann es zur Blüte kommen: zu hängenden, weitgehend geschlossenen Einzelblüten in Violett-Grün.

 

 

 

 

 

 

Text: Stefanie Stäuble Fotos: Stephanie Wittmer

 

 

 

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