Adventsschmuck im Topf

Adventsschmuck im Topf

In der Adventszeit sind stimmige Pflanzen gefragt: jene mit auffälligem Blattschmuck für drinnen und solche, die in Baumform geschnitten sind, für draussen. Egal welche Gewächsart – der gewählte Topf trägt zum festlichen Ambiente bei.

Töpfe auf dem Balkon oder beim Hauseingang, mit attraktiven Kleinbüschen und Koniferen bepflanzt, sind im Winter ein Lichtblick: So verkommen diese Plätze während der langen Winterabende nicht zu einem schwarzen Loch vor dem Fenster, sondern werden zu einem durch Kerzenlicht erleuchteten Gemälde, das man von der gemütlichen Stube aus gerne betrachtet. Christ- und Lenzrosen sowie Immergrüne sind allerdings zum Teil harten Bedingungen ausgesetzt. Starke Temperaturunterschiede, wenig Sonne und trotzdem meist zu trockene Wurzelballen lassen viele Kübelgewächse eingehen. Es gilt, das Gefrieren von trockenen Wurzelballen, aber auch stehende Nässe zu vermeiden. Fallen die Temperaturen über längere Zeit unter den Gefrierpunkt, sollten die Gewächse nur unter Sonnenschutz wieder «auftauen». Keinen Gefallen macht man allerdings der Christrose, wenn man sie bei Minustemperaturen ins Haus nimmt. Besser man lässt sie draussen und schützt sie dort gut – irgendwann wird sie ihre Köpfe nicht mehr hängen lassen.

Ab ins Haus

Zimmerpflanzen mit schön gezeichneten Blattmustern, komplettiert durch einen saisonalen Übertopf, wirken gleich dreifach: Die Pflanze steigert die Luftqualität, verwöhnt uns mit dem Ausblick auf frisches Grün und stimmt uns auf die Festtage ein. Denn wenn da und dort etwas Glitzerschmuck funkelt, darf auch ein dazu passendes Gefäss nicht fehlen. Moderne Leichtgewichte in Gold oder Silber, mit kleinen Reliefs umrandete oder solche mit weihnachtlichem Muster sind im Wohnbereich gefragt. Vor die Tür gehören hingegen eher rustikale Töpfe wie ein alter Eisentopf oder schwere Steingutgefässe, mit einem Kleinbäumchen bestückt und mit extra Winterschutz versehen. Auch Letzerer kann durchaus dekorativ sein, sofern bedruckte oder mehrere Exemplare in verschiedener Grösse den Effekt verstärken. So wird das Vlies ins Szene gesetzt, wenn man es mit einem Gummizug oder einer dicken Seilkordel befestigt.

Exklusiver Blattschmuck

Aus den Tropen stammende Pflanzen wie das Pfeilblatt (Alocasia-Arten) begeistern nur schon durch ihre spitz zulaufenden, sattgrünen bis dunkelvioletten Blätter – auch ohne Blüte. Dabei können die Blätter bestimmter Sorten bis 1 m lang werden, teils mit Farbakzenten versehen, etwa Streifen in Weiss oder Violett. Die Alocasia kommt bestens mit der winterlichen Wohnungstemperatur zurecht. Sie mag helle Standorte ohne direkte Sonneneinstrahlung. Genauso detailliert gemustert und in zig Farbnuancen erhältlich sind Pflanzen der Gattung Calathea: Sie wirken zur Festtagszeit im edlen Übertopf mindestens so stimmig wie der handelsübliche Weihnachtsstern. Auch Korbmaranten, wie Calathea auf Deutsch heissen, bevorzugen einen hellen, leicht schattierten Standort am Ost- oder Nordfenster.

Trockene Heizungsluft

Die meisten bei uns im Handel erhältlichen Zimmerpflanzen sind tropischer Herkunft – deshalb ist das gelegentliche Besprühen mit kalkarmem Wasser eine Wohltat für die gestressten Blätter. Hin und wieder können die Töpfe auch direkt in die Dusche gestellt und überbraust werden. Dabei sollte die Wassertemperatur etwa der Lufttemperatur entsprechen. Durch das Befeuchten des Blattkleids wird zudem die Luftfeuchtigkeit im Wohnbereich gesteigert – was nicht zuletzt auch uns Bewohnern zugutekommt.

Text: Ruth Schläppi   Bild: Blumenbüro Holland

0 Kommentare
Beitrag teilen
Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen